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Sonne
Die elektromagnetische Strahlung der Sonne.
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Die Strahlungsintensität der Sonne
Trägt man die Strahlungsintensität über der Wellenlänge
ab, so erhält man in guter Näherung eine Verteilung, die für
einen schwarzen Strahler von 6000 K charakteristisch ist. Genauer betrachtet
müßte die Strahlung der Sonne je nach Wellenlänge durch
verschiedene Temperaturen beschrieben werden. Dies ist der Grund für
die Angabe der Helligkeit in verschiedenen Spektralbereichen. Die nachfolgende
Skizze verdeutlicht das prinzipiell (keine realistische Kurve).

Übersicht: Strahlungsarten und ihre
Beobachtbarkeit
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Strahlungsart
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Beobachtbarkeit
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Beispiel für ein Beobachtungsinstrument
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Röntgenwellen (Ausbreitung mit Lichtgeschwindigkeit)
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Satelliten in der Erdumlaufbahn
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YOHKOH-SATELLIT
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UV-Strahlung (Ausbreitung mit Lichtgeschwindigkeit)
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Satelliten in der Erdumlaufbahn
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HELIOS-SATELLIT
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sichntbares Licht (Ausbreitung mit Lichtgeschwindigkeit)
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Beobachtung von der Erde aus und mit Satelliten
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Sonnenteleskope weltweit
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IR-Strahlung (Ausbreitung mit Lichtgechwindigkeit)
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Beobachtung von der Erde aus und mit Satelliten
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IRAS-SATELLIT
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Radiostrahlung (Ausbreitung mit Lichtgeschwindigkeit)
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Beobachtung von der Erde aus und mit Satelliten
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Radioteleskope weltweit
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Sonnenwind (Ausbreitung mit ca. 100...700 km/s) Korpuskularstrahlung
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Beobachtung mit Satelliten
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ULYSSES-SONDE
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Radiostrahlung der Sonne
Bereits 1900 versuchte der britische Physiker Sir Oliver Lodge, Radiowellen
von der Sonne nachzuweisen. Wegen der einfachen Anordnung der Meßapparatur
jedoch ohne Erfolg. Marconi vermutete, daß die atmosphärischen
Störungen ihren Ursprung in der Sonne haben. 1942 wurden in Großbritannien
erstmals Radiowellen der Sonne mit militärischen Radarstationen nachgewiesen.
Die "Radioscheibe" der Sonne ist größer als die im
optischen Bereich. Die Intensitätsschwankungen sind ausgeprägter.
Die Eigenschaften der "Radiosonne" werden hauptsächlich
durch die Elektronendichte und die Temperatur bestimmt. Aus unteren Schichten
sind nur Milimeterwellen beobachtbar. Die Radiostrahlung aus der oberen
Chromosphähre liegt unterhalb 10 cm Wellenlänge. Meterwellen
sind nur im Bereich der Korona beobachtbar. Dadurch sind Radiobeobachtungen
in verschiedenen Höhen der Sonnenathmosphäre möglich. Mikrowellenstrahlung
ist in der impulsiven Phase Gyro-Synchrotronstrahlung schwach relativistischer
Elektronen. Im Meterbereich verlassen Elektronenwolken längs offener
Feldlinien das innere Atmosphärengebiet der Sonne, auch die Stoßwelle
erzeugt Meterstrahlung. Hinter der Stoßwelle entsteht eine charakteristische
Kontinuumsstrahlung. Auch die in geschlossenen Magnetfeldschleifen mitgerissenen
energiereichen Elektronen erzeugen Meterwellen. Dezimeter- und Mikrowellen,
weiche und harte Rötgenstrahlung entstehen in tiferen Atmosphährenschichten
der Sonne. Besondere Erscheinungen im Radiobereich sind mit Merkmalen der
Sonnenaktivität verbunden.

Die Abbildung zeigt die Gebiete über Sonnenflecken, denen
charakteristische Temperaturen und Komponenten der Radiostrahlung zuzuordnen
sind.
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Art der Strahlung
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Frequenzen in MHz
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Polarisation
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Dauer
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Quelle
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ungestörte Radiostrahlung
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> 600
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zirkular
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beständig
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Korona, Chromosphäre
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Radiostürme (enhanced radiation)
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20...300
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spurenweise zirkular
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Stunden o. Tage
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koronale Kondensationen, Aktivitätszentren
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Radiostürme (storm bursts)
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20...300
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zirkular
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wenige Sekunden
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Aktivitätszentren
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Einzelstöße (isolated bursts)
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20...300
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-
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wenige Sekunden
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sehr schnelle Partikel (ca.1/5 Lichtgeschw.)
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Strahlungsausbrüche (outbusts)
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20...38000
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partiell zirkular
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mehrere Minuten
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Spritzprotuberanzen
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Der Infrarotbereich der Sonnenstrahlung
Ein für das Leben auf der Erde wesentlicher Anteil des Strahlungsspektrums.
In hochgelegenen Gebieten der Erde bzw. mit IR-Satelliten ist dier Strahlungsbereich
zugänglich.
Der sichtbare Bereich der Strahlung
Das sichtbare Licht der Sonne geht fast ausschließlich von der
nur ca. 500 km dicken Photosphäre aus. Im Spektrum sieht man viele
Absorptionslinien, deren intensievsten bereits mit einfachen schulischen
Mitteln nachweisbar sind. Heute sind die meisten der Absorptionslinien
identifiziert. Absorptionslinien sind natürlich auch in nicht sichtbaren
Bereichen des Spektrums vermessen und identifiziert wurden (Satelliten
der OSO-Serie).

Von der Erdoberfäche aus wird in verschiedenen Spektralbereichen
des sichtbaren Lichtes regelmäßig die Sonne beobachtet. Besonders
interssant ist es im Bereich der H-Alpha-Wellenlänge (656 nm). Hier
kann man sehr gut Protuberanzen sehen. Für die Beobachtung von Protuberanzen
verwendet man entweder sehr schmalbandige Filter, deren Preis die Mittel
einer Schule im Allgemeinen übersteigen. Es ist jedoch auch möglich,
mit mäßigem Aufwand einen Protuberanzenansatz für das Schulfernrohr
zu bauen. Das Prinzip basiert auf eine künstliche Finsternis der Sonne,
die durch eine Kegelblende realisiert wird. Danach wird der Sonnenrand
im H-Alpha-Licht beobachtet. Die nachfolgende Skizze zeigt das Prinzip.

Am
17.05.89 beobachtet!
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Protuberanzenansatz (Eigenbau des Autors)
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Protuberanzenaufnahme von M. Heinrichs 17.05.1989, 13.00 Uhr
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| Protuberanzenaufnahme von M. Heinrichs 17.05.1989,13.20 Uhr
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Mit einem solchen, auch vom Autor verwendeten Ansatz, gelang es dem
Sternfreund Manfred Heinrichs aus Leipzig, die Protuberanzenfotos aufzunehmen.
Wegen der Möglichkeit, deratige Phänomene am Tage zu beobachten,
sind sie bedingt für Schülerbeobachtungen geeignet. Ein nachgeführtes
Instrument mit fester Säule ist jedoch notwendig.
Der Ultraviolette Bereich der Sonnenstrahlung
Da die Korona sehr heiß und hochionisiert ist, sendet sie einen
großen Teil ihrer Strahlung jenseits des sichtbaren Bereiches im
Ultraviolett- und Rötgenbereich aus. Dieser Bereich der Strahlung
wird insbesondere durch die Ozonschicht der Hochatmosphäre der Erde
absorbiert. Nur ein geringer Anteil der UV-Strahlung gelangt bis auf die
Erdoberfäche.
Der Röntgenbereich der Sonnenstrahlung
Röntgenbilder der Sonne können nur von Satelliten aus aufgenommen
werden. Sie zeigen in der inneren Korona Gebiete mit örtlich höherer
Teilchendichte und Temperatur. Heiße Flecke befinden sich im allgemeinen
hoch über aktive Gebiete der Sonnenoberfläche, womit auch die
Inhomogenität der Korona nachweisbar ist.

Weitere Sonnenaufnahmen finden Sie z.B. auf der CD "JUPITER2" (Zur Information hier das Indexbild) 
Andere
Astronomieseiten von Peter Scheuermann
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