z u m . d e

ZUM.de Blog ZUMWikis ZUMPad Grundschule Portale Fächer Über uns

 

Das Keplersche Fernrohr


 

Strahlenverlauf

Die Konstruktion des Strahlenverlaufs am Keplerschen Fernrohr lässt sich gut mit Hilfe des Mittelpunktstrahls und des Brennpunktstrahls erarbeiten. Da die betrachteten Objekte nahezu unendlich weit entfernt sind, fallen beide Strahlen parallel auf das Objektiv. Der Brennpunktstrahl verlässt das Objektiv als Parallelstrahl zur optischen Achse während der Mittelpunktstrahl das Objektiv wieder als Mittelpunktstrahl verlässt. Damit kann nun das reelle Zwischenbild konstruieren. Es ist auf dem Kopf stehend und seitenverkehrt, was aber bei der Betrachtung astronomischer Objekte kein Hindernis ist. Dieses reelle Zwischenbild wird nun durch das Okular betrachtet. Das Okular wirkt wie eine Lupe und der Betrachter sieht ein vergrößertes virtuelles Bild. Virtuelle Bilder kann man nicht auf Film oder auf einem CCD-Chip abbilden, folglich auch nicht fotografieren. Für Aufnahmen der Sonne und des Mondes genügt es,  dass reelle Zwischenbild aufzunehmen (Fokalaufnahme). Anderenfalls muss mit Hilfe einer weiteren Linse eine Projektion realisiert werden. Das Keplersche Fernrohr wurde seit seiner Erfindung wesentlich weiterentwickelt. Durch den Einsatz verschiedener Gassorten in Mehrfachlinsensystemen kann man die durch die Dispersion (frequenzabhängige Brechung) hervorgerufenen Unschärfen (farbige Ränder) für den sichtbaren Bereich des Spektrums weitgehend korrigieren (achromatische Optik). Wegen der äußeren Linsenhalterung, der großen Tubuslänge und der elastischen Eigenschaft von Glas sind die technisch möglichen Vergrößerungen beschränkt . Für die professionelle Astronomie verwendet man heute meist Spiegelteleskope (Reflektoren).

Die Teile eines astronomischen Fernrohres


Diese Seite wurde seit dem 08.08.2007 mal besucht.
Suche in ZUM.DE, ZUM-Wiki, ZUM-Unity und Digitale Schule Bayern
Unser Partner für Bücher aller Art:


Rechtlicher Hinweis - Serverstatistik - Mitgliedschaft - Partner - Kontakt - Impressum
© 1997 - 2017 ZUM Internet e.V.