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Der Vorläufer der drehbaren Sternkarte

Das Astrolabium

Im Rahmen eine Projektwoche wurden verschiedene historische Instrumente aus Holz und Messing nachgebaut. Ziel war es, den Schülern die Funktion der Instrumente nahe zu bringen. Natürlich sollten sie auch Freude am Nachbau funktionstüchtiger Gerätschaften der Astronomie haben. Zunächst stand der Vorläufer unserer heutigen drehbaren Sternkarte auf dem Plan. Wegen der einfacheren Verarbeitung von Sperrholz gegenüber Messing, wurden mehrere Astrolabien aus Sperrholz gefertigt und mit Goldlack überzogen. Nach der Fertigstellung wurden unter Nutzung des Internets und der Bibliothek Recherchen zur Handhabung des Instrumentes durchgeführt. Sowohl die Herstellung als auch die Handhabung wurden als Belegarbeit dokumentiert. Für interessierte Schüler stellt der Autor hier die wichtigsten Teile vor.

Das Gehäuse (mater) trägt später alle Teile und kann an einem Ring (armilla) gehalten werden. Am äußeren Rand befindet sich der Stundenring (limbus).

Im Unterschied zur Drehbaren Sternkarte befindet sich beim Astrolabium das Koordinatensystem im unteren Teil, darüber bewegt sich der Datumsring (rete).

Das Horizontsystem wurde auf Pappe aufgezogen und laminiert. Später wird es in das Gehäuse eingelegt.

Die Aufwendigste Arbeit war das Aussägen des Datumsrings.

Es wurde viel Wert auf Genauigkeit gelegt. Ziel war ja ein funktionsfähiger Nachbau. Später wurde das Instrument noch durch einen Zeiger (ostensor) vervollständigt und auf der Rückseite noch etwas gestaltet.

Auf die bei den meisten Astrolabien angebrachten Quadranten zur Bestimmung der dynamischen Tageslängen und Visiereinrichtungen zur Sonnenstandsmessung wurde verzichtet.

 

Und so sieht das fertige Astrolabium aus. Hier mit einem anderen Koordinatensystem im Hintergrund.

Einige Mädchen der 10. Klasse waren so begeistert, dass sie mit meiner Hilfe kleinere Astrolabien aus Messing herstellten, was natürlich einen längeren Zeitraum in Anspruch nahm. Das Horizontsystem wurde dafür mit Hilfe von Fotolack durch ein Ätzverfahren realisiert.


Leipzig, August 2007

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