Das Hertzsprung-Russell-Diagramm ist das wichtigste Zustandsdiagramm
zur Klassfikation der Sterne. Es verdankt seinen Namen dem dänischen
Astronomen Ejnar Hertzsprung und dem englischen Astrophysiker Henry Norris
Russell, deren Forschungsarbeit es uns ermöglicht, Sterne nach bestimmten
Kriterien, den Zustandsgrößen, einzuordnen. Zu ihnen gehören
die Oberflächentemperatur, die
Spektralklasse,
die Leuchtkraft, die absolute
Helligkeit, die Masse, der Radius,
die mittlere Dichte und andere Größen, die im Hertzsprung-Russell-Diagramm
nicht betrachtet werden. Auf den Abszissen des HRD werden die Oberflächentemperatur
und die Spektralklasse von rechts nach links angetragen. Die Leuchtkraft
und die
absolute Helligkeit werden durch die Ordinate charakterisiert und nehmen
von unten nach oben zu. Jedem Stern wird ein ihn kennzeichnender Bildpunkt
zugeordnet. Man erkennt, daß in bestimmten Bereichen jeweils eine
höhere Anzahl von Sternen anzutreffen ist. Diese Gebiete lassen auf
eine Reihe von Vorgängen während der Sternentwicklung deuten
und sind wie folgt spezifiziert. Eine dichteste Besetzung von Sternen ist
auf der Hauptreihe zu finden, einem schmalen
Band, das sich von den hellen weißen (Spektralklasse O) zu den schwachen,
kühlen Sternen (Spektralklasse M) erstreckt. Hauptreihensterne hoher
Oberflächentemperatur besitzen eine stärkere Leuchtkraft
als jene niedrigerer Oberflächentemperatur. Unsere Sonne (Spektral-
typ G2) zählt mit einer Strahlungsleistung von 4*1023kW
(einer absoluten Helligkeit von 4m,8) zu den Hauptreihensternen,
die aufgrund ihres relativ kleinen Durchmessers und der daraus resultierenden
relativ geringen absoluten Helligkeit der Gruppe der Zwergsterne
zugeordnet werden (! nicht zu verwechseln mit weißen Zwergen). Über
der Hauptreihe findet man einen
relativ horizontal verlaufenden Ast, dem die Riesensterne angehören.
Diese Sterne besitzen eine weitaus höhere Leuchtkraft als Hauptreihensterne
gleicher Temperatur. Die übereinstimmenden Temperaturen bedingen eine
gleiche Leuchtkraft pro Quadratzentimeter Sternoberfläche. Infolge
dessen liegt die Ursache der in diesem Fall etwa um den Faktor 100 größeren
Leuchtkraft in der immens größeren Oberfläche der Photosphäre
(einige 100 km breite Schicht, aus der die visuelle Strahlung nach außen
dringt, eigentliche Oberfläche) des Sterns begründet, der somit
auch einen größeren Radius (5-100 Sonnenradien) besitzt. Im
Gegensatz zu den Riesen besitzen weiße Zwerge, die sich im HRD mithin
links unten befinden, trotz relativ hoher Temperatur nur eine geringe Leuchtkraft,
die sich im Vergleich zu Hauptreihensternen gleicher Temperatur im Faktor
0,0001 äußert. Deren Radien liegen lediglich zwischen 1/10 und
1/100 des Sonnenradius.
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Weniger profund wird wie folgt auf den Verlauf der
Zustandsgrößen im HRD eingegangen. Entlang der Hauptreihe nehmen Masse und Radius eines Sterns von links oben nach rechts unten ab. Die mittlere Dichte steigt von der angegebenen Position auf der Hauptreihe nach links unten an, während diese in entgegengesetzter Richtung abnimmt. Die Radien und die Dichten sind mit wachsendem Abstand von der Hauptreihe Veränderungen unterworfen. |
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Betrachtung von Hauptreihensternen Die Pfeile links der Hauptreihe verkörpern
Die Radien sollen einen Überblick für jeweilige Sterntypen
liefern und bestehende Verhältnisse auf der Hauptreihe verdeutlichen.
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