interaktive Lerneinheit aus dem Selbstlernprogramm 

ABC der Wirbellosen


© 2000-2007  Hans-Dieter Mallig (hdm)

Die Weinbergschnecke

(Wie arbeitet man eigentlich mit so einem Selbstlernkurs?)
 
 
Wenn du dir das nebenstehende Foto von einer Weinbergschnecke anschaust, so fallen dir sicher Baueigentümlichkeiten auf, die die Schnecke von den Wirbeltieren unterscheidet (Ganz sicher kannst du dir aber erst sein, wenn du dir auch den inneren Bau der Schnecke [Mausabtastbild weiter unten] angeschaut hast.)
Was scheint typisch für den Bau einer Weinbergschnecke  zu sein
Hier findest du die Informationen über die Gliederung der Schnecke und die Benennung der einzelnen Teile
 
 

 


(© hdm) 
eine Weinbergschnecke

(© hdm) 
eine sich fortbewegende Weinbergschnecke mit offenem Atemloch und bei der Ausscheidung von Kot.
Links siehst du eine sich fortbewegende Schnecke von unten durch eine Glasplatte fotographiert. Man erkennt deutlich das geöffnete Atemloch und den ausgeschiedenen Kot. 
Was kannst du aus dem nebenstehenden Bild und der oben stehenden Information bezüglich der inneren Organe schließen? 
Wenn du dir das Mausabtastbild einer Schnittzeichnung der Weinbergschnecke anschaust, kannst du überprüfen, ob deine Überlegungen richtig waren und kannst die Namen und die Lage der inneren Organe  lernen. 
Hier kannst du auch zu einem Arbeitsblatt springen, das du dir ausdrucken kannst und in das du die Namen der einzelnen inneren Organe des Weinbergschnecke eintragen kannst. 

 Fortbewegung der Weinbergschnecke

Sehr gut kann man die Fortbewegung einer Schnecke von unten durch eine Glasplatte beobachten. 
Was kannst du an der "Fußsohle" auf dem linken der beiden Fotos erkennen? 
Auf dem rechten Foto siehst du, dass der Fuß nach beiden Seiten flach ausgebildet ist. Außerdem kann man in diesem flachen Bereich ganz bestimmte Formen sehen. Welche? 
Die beiden in den Fotos erkennbaren unterschiedlichen Strukturen entstehen bei der Fortbewegung. Erkläre, wie sie zusammenhängen könnten.

(© hdm) 
Was es mit den Streifen bezüglich der Fortbewegung auf sich hat, kann man nur im Experiment oder in einem kurzen Video-Clip (Foto links oben anklicken)  erkennen (Zur Zeit nur von der CD möglich, da  Übertragungszeiten im Internet zu lange) .

Wem der Video-Clip mit den Bewegungswellen nicht zur Verfügung steht, kann sich zumindest beim Informations-Button (links) informieren.

Und mit solchen Wellen an der Fußsohle soll man sich fortbewegen können?
Wie das eine Schnecke schafft, kannst du anhand eines Modellversuchs erfahren und nachvollziehen.
 
Beobachtet man eine Schnecke bei der Fortbewegung, so kann man sehen, dass sie auf  ihrer Fährte eine feuchte Schleimspur zurück lässt. (In der nebenstehenden Animation nicht dargestellt). Dieser dazu notwenige Schleim wird durch Drüsen am Vorderende des Fußes abgegeben. Die Schnecke trägt sozusagen ihren eigenen Straßenbelag auf. 
Wozu könnte dieser schleimige Belag gut sein?

Lebensbedingungen

Weinbergschnecken kann man von Frühjahr bis zum Herbst meist am Morgen oder am Abend, wenn es feucht ist, bei der Fortbewegung wie in der Abbildung rechts beobachten. Dabei kann man die Feuchtigkeit von Körper und Kriechspur geradezu an der glitzernden und schimmernden Oberfläche erkennen. 
Gelegentlich kann man in trockenen Perioden Weinbergschnecken auch wie im Foto ganz rechts mit dem Gehäuse an einen Stamm verklebt vorfinden. 
Fällt dir hierfür eine Erklärung ein?

(© hdm) 

 

 Die Ernährung

Rechts siehst du eine Weinbergschnecke bei der Nahrungsaufnahme von oben. 
Am Salatblatt kannst du deutlich die glatten Kanten der Bissspuren sehen. Sie entstehen dadurch, dass die Schnecke das Salatblatt mit den Lippen oder der Zunge gegen die hornigen Oberkiefer drückt und dadurch ein Blattstückchen abschneidet. 
 
 
 
 
 
 
 

 

Im unteren Bild, von unten durch eine Glasplatte fotographiert,  kann man deutlich die 'beweglichen' Lippen und den geöffneten Schlund mit der rosafarbenen Zunge sehen. Die dunkle Reibeplatte 'Radula' auf der Zunge, mit der Nahrungsteilchen regelrecht abgeraspelt werden, kann man in der Abbildung rechts wohl mehr erahnen. Besser erkennen kann man die Radula auf einem  kurzen Video-Clip: Bild rechts anklicken! (Zur Zeit nur von der CD möglich, da  Übertragungszeiten im Internet zu lange)
 
(© hdm) 

Fortpflanzung

[Von der Fortplanzung stehen uns derzeit leider noch keine Fotos zur Verfügung. Wer daran interessiert ist, kann sich den Kreisbildstellenfilm 'Die Weinbergschnecke' ( 32 03830) besorgen und anschauen.]
Weinbergschnecken erreichen im Alter von 2 bis 4 Jahren ihre Geschlechtsreife. Sie sind  Zwitter. Paarungszeit ist im Mai und Juni. Begattungsbereite Tiere betasten sich mit ihren Fühlern und stellen die vorderen Teile ihrer Kriechsohlen zu zwei Dritteln senkrecht gegeneinander. Im Laufe des Liebesspiels werden die Begattungsorgane ausgestülpt und es beginnen die ersten Begattungsversuche. Nach erfolgter Begattung werden die Geschlechtsorgane wieder zurückgezogen. Meist wird jedoch nur ein Tier begattet. Die befruchtete Schnecke gräbt nach ca. 4 bis 6 Wochen eine Erdhöhle und beginnt mit der Eiablage. Aus der Geschlechtsöffnung hinter dem rechten großen Tentakel (Fühler) treten im Abstand von jeweils 15 bis 30 Min. jedes mal 40 bis 60 Eier hervor. Anschließend wird die Nesthöhle verschlossen.
Die Jungschnecken schlüpfen etwa 30 Tage später.
Weinbergschnecken sind Zwitter, jedoch werden in der Zwitterdrüse zunächst Spermatophoren, das sind die sogenannten Liebespfeile mit  Spermien,  gebildet. Erst nach der Kopulation reifen Eizellen.Die übertragenen Spermien werden in der
Befruchtungstasche gespeichert. Nach ca. 4 Wochen befruchten sie die inzwischen gereiften Eizellen.
 

Hast du den Körperbau der Weinbergschnecke und ihre Lebensweise gut gelernt, kannst du dein Wissen mit dem
Weinbergschnecken-Lückentext  zum Körperbau, mit dem  Weinbergschnecken-Lückentext  zur Lebensweise oder mit dem

Weinbergschnecken-Trainer überprüfen. 


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