AUFGABE: Die Balz des Alpenmolches

Arbeitsmaterial:

Ein am farbenprächtigen “Hochzeitskleid" als paarungsbereit zu erkennendes Männchen des Alpenmolchs besetzt zunächst einen Tümpel und beginnt, diesen unruhig und anhaltend zu durchschwimmen.
Trifft es auf ein laichbereites Weibchen, so verhält sich dieses sehr auffällig, indem es sich ruckartig bewegt und sich auch mit seinem dick aufgeblähten Bauch in Positur setzt. Daraufhin nähert das Männchen seinen Kopf dem Hinterteil des Männchens (Abb. A). Anschließend faßt das Männchen mit einem Sprung vor dem Weibchen Fuß, stellt seinen Rückensaum auf und wendet ihr die Breitseite zu, wobei der Schwanz zu einer engen Schlinge umgebogen ist (Abb. B). Verharrt, das Weibchen, so tanzt und springt das Männchen vor ihm auf und ab und macht dabei fächelnde Schwanzbewegungen, die einen Wasserstrom in Richtung des Weibchens verursachen. Nähert sich nun das Weibchen dem Männchen, so macht dieses kehrt und kriecht auf dem Teichgrund langsam vor dem Weibchen her, wobei sein Schwanz s-förmig gebogen ist (Abb. C). Folgt das Weibchen, so hält das Männchen nach einiger Zeit inne, bis das Weibchen zu ihm aufgeschlossen hat. Es stößt dann mit der Schnauzenspitze gegen den Schwanz des Männchens, woraufhin dieses einen Samenträger (eine Spermatophore) am Gewässergrund absetzt. Dabei wird der Schwanz seitwärts geklappt und angehoben, so daß die weit geöffnete Kloake erkennbar ist (Abb. D). Das Männchen setzt sich nun wieder in Bewegung und führt das ihm folgende Weibchen so genau über die Spermatophore, daß diese an der Kloakenöffnung haften bleibt und so die Spermien in den Körper des Weibchens gelangen.
Einige Zeit später legt dann das Weibchen befruchtete Eier einzeln an Wasserpflanzen ab.

alp.gif (4422 Byte)

Zusatzinformationen:


Aufgabenstellung:

  1. Entwirf für die Balz des Alpenmolches ein Schema, wie du es von der Stichlingbalz her kennst.
  2. Charakterisiere das gesamte beschriebene Verhalten sowie seine Teile in verhaltensbiologisch korrekter Fachsprache; äußere dich dabei begründet zu den wirksamen Schlüsselreizen.

(Zur Verfügung gestellt von H. Joußen; HTMLisiert von Til Kreuels )


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