
Ein am farbenprächtigen Hochzeitskleid" als paarungsbereit zu
erkennendes Männchen des Alpenmolchs besetzt zunächst einen Tümpel und beginnt, diesen
unruhig und anhaltend zu durchschwimmen.
Trifft es auf ein laichbereites Weibchen, so verhält sich dieses sehr auffällig, indem
es sich ruckartig bewegt und sich auch mit seinem dick aufgeblähten Bauch in Positur
setzt. Daraufhin nähert das Männchen seinen Kopf dem Hinterteil des Männchens (Abb. A).
Anschließend faßt das Männchen mit einem Sprung vor dem Weibchen Fuß, stellt seinen
Rückensaum auf und wendet ihr die Breitseite zu, wobei der Schwanz zu einer engen
Schlinge umgebogen ist (Abb. B). Verharrt, das Weibchen, so tanzt und springt das
Männchen vor ihm auf und ab und macht dabei fächelnde Schwanzbewegungen, die einen
Wasserstrom in Richtung des Weibchens verursachen. Nähert sich nun das Weibchen dem
Männchen, so macht dieses kehrt und kriecht auf dem Teichgrund langsam vor dem Weibchen
her, wobei sein Schwanz s-förmig gebogen ist (Abb. C). Folgt das Weibchen, so hält das
Männchen nach einiger Zeit inne, bis das Weibchen zu ihm aufgeschlossen hat. Es stößt
dann mit der Schnauzenspitze gegen den Schwanz des Männchens, woraufhin dieses einen
Samenträger (eine Spermatophore) am Gewässergrund absetzt. Dabei wird der Schwanz
seitwärts geklappt und angehoben, so daß die weit geöffnete Kloake erkennbar ist (Abb.
D). Das Männchen setzt sich nun wieder in Bewegung und führt das ihm folgende Weibchen
so genau über die Spermatophore, daß diese an der Kloakenöffnung haften bleibt und so
die Spermien in den Körper des Weibchens gelangen.
Einige Zeit später legt dann das Weibchen befruchtete Eier einzeln an Wasserpflanzen ab.

Zusatzinformationen:
Aufgabenstellung:
(Zur Verfügung gestellt von H. Joußen; HTMLisiert von
Til Kreuels )ZUM Biologie Lehrplan NRW