
Aufgabe: Das Känguru - ein Paradebeispiel
Arbeitsmaterial
"Gibt es ein treffenderes Beispiel als das Känguru? Dieses Tier, das seine Jungen
in dem unter dem Hinterleibe befindlichen Beutel trägt, hat die Gewohnheit angenommen,
beinahe aufrecht und bloß auf seinen Hinterbeinen und auf seinem Schwanze zu stehen und
sich nur durch ununterbrochene Sprünge fortzubewegen, bei denen es, um seinen Jungen
nicht unbequem zu werden, die aufrechte Haltung beibehält. Es hat sich daraus folgendes
ergeben:
- Seine Vorderbeine, die es sehr wenig gebraucht, und auf die es sich nur dann stützt,
wenn es seine aufrechte Haltung aufgibt, sind im Verhältnis zu den übrigen Teilen
zurück geblieben und sind mager, äußerst klein und beinahe kraftlos geblieben.
- Die Hinterbeine, die beinahe immer in Tätigkeit sind, entweder um den Körper zu tragen
oder um die Sprünge auszuführen, haben hingegen eine beträchtliche Entwicklung erlangt
und sind groß und stark geworden.
- Der Schwanz endlich, der zur Unterstützung des Körpers und zur Ausführung seiner
hauptsächlichsten Bewegungen stark gebraucht wird, hat an seiner Basis eine äußerst
ansehnliche Dicke und Kraft erlangt."
Aufgabenstellung
- Begründe anhand aussagekräftiger Textstellen, welche Evolutionstheorie hier vertreten
wird.
- Nenne die wesentlichen Punkte der betreffenden Theorie. Stelle dar, wie die heute
favorisierte Theorie die vorgelegten Fakten erklärt.
- Erläutere in diesem Zusammenhang die wichtigsten Evolutionsfaktoren. Warum sind wir
heute einigermaßen sicher, dass der Autor der obigen Zeilen unrecht hat?
(Zur Verfügung gestellt von H. Joußen; HTMLisiert von
Til Kreuels )
ZUM Biologie Lehrplan NRW