Aufgabe: Das Känguru - ein Paradebeispiel

Arbeitsmaterial

"Gibt es ein treffenderes Beispiel als das Känguru? Dieses Tier, das seine Jungen in dem unter dem Hinterleibe befindlichen Beutel trägt, hat die Gewohnheit angenommen, beinahe aufrecht und bloß auf seinen Hinterbeinen und auf seinem Schwanze zu stehen und sich nur durch ununterbrochene Sprünge fortzubewegen, bei denen es, um seinen Jungen nicht unbequem zu werden, die aufrechte Haltung beibehält. Es hat sich daraus folgendes ergeben:

  1. Seine Vorderbeine, die es sehr wenig gebraucht, und auf die es sich nur dann stützt, wenn es seine aufrechte Haltung aufgibt, sind im Verhältnis zu den übrigen Teilen zurück geblieben und sind mager, äußerst klein und beinahe kraftlos geblieben.
  2. Die Hinterbeine, die beinahe immer in Tätigkeit sind, entweder um den Körper zu tragen oder um die Sprünge auszuführen, haben hingegen eine beträchtliche Entwicklung erlangt und sind groß und stark geworden.
  3. Der Schwanz endlich, der zur Unterstützung des Körpers und zur Ausführung seiner hauptsächlichsten Bewegungen stark gebraucht wird, hat an seiner Basis eine äußerst ansehnliche Dicke und Kraft erlangt."

Aufgabenstellung

  1. Begründe anhand aussagekräftiger Textstellen, welche Evolutionstheorie hier vertreten wird.
  2. Nenne die wesentlichen Punkte der betreffenden Theorie. Stelle dar, wie die heute favorisierte Theorie die vorgelegten Fakten erklärt.
  3. Erläutere in diesem Zusammenhang die wichtigsten Evolutionsfaktoren. Warum sind wir heute einigermaßen sicher, dass der Autor der obigen Zeilen unrecht hat?

(Zur Verfügung gestellt von H. Joußen; HTMLisiert von Til Kreuels )


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