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Biologie in Sachsen

Schmetterling

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Grundkurs: Prüfung 2001

Aufgabe B: AIDS

 

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) infizierten sich bis 1998 33,4 Millionen Menschen mit dem Erreger von AIDS, dem HI-Virus. Obwohl mehrere Medikamente zur Behandlung der Infektion zur Verfügung stehen, ist eine Heilung noch nicht  möglich.
HIV überträgt neben seiner RNA das Enzym Reverse Transkriptase (TR) in die befallenen Zellen, z. B. T-Helferzellen, bestimmte Nervenzellen u. a. Dort katalysiert die RT an der Virus-RNA eine DNA-Kopie, die zum Doppelstrang ergänzt und in ein Chromosom der Wirtszelle integriert wird. Untersuchungen haben gezeigt, dass beim Umschreiben der RNA in DNA viele Fehler unterlaufen. Es entstehen unaufhörliche neue HIV-Varianten mit unterschiedlichen Oberflächenproteinen, die sich dadurch der Kontrolle des Immunsystems entziehen. 
Seit Mitte der neunziger Jahre erprobt man u. a. genetische Impfstoffe. Bestimmte HI-Virengenen, die allein keine Infektion auslösen können, werden z. B. in die Haut oder die Muskulatur übertragen. Vom Zellkern aus steuern sie in der Zelle die Synthese von HIV-Proteinen, die als Antigene wirken.

Jahr Anzahl der diagnostizierten AIDS-Fälle Anzahl der davon verstorben gemeldeten Patienten
1984 123 108
1986 544 454
1988 1269 998
1990 1489 1122
1992 1755 1188
1994 1731 792
1995 1299 323

Abb. 3: AIDS in Deutschland nach Spektrum der Wissenschaft, Dossier"Seuchen", 3/1997

1.

Stellen Sie die diagnostizierten AIDS-Fälle in Deutschland und die Anzahl der davon verstorben gemeldeten Patienten (Abb. 3) grafisch dar.

(5 BE)

2.

Beschreiben Sie die Ergänzung der einsträngigen DNA-Kopie zum Doppelstrang.

(2 BE)

3. 

Nennen Sie eine mögliche Ursache für das rasche Auftreten verschiedener Varianten der Hi-Viren. Begründen Sie deren Folgen aus evolutionsbiologischer Sicht.

(4 BE)

4.

Beschreiben Sie die Wirkung, die ein genetischer Impfstoff auf das Immunsystem des Menschen haben würde.

(5 BE)

5. Fertigen Sie auf einem unlinierten A4-Blatt eine beschriftete schematische Zeichnung einer markhaltigen Nervenzelle an. (4 BE)

 

 

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© C. Busse 30.04.2005

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