Viele Samenpflanzen bilden Blüten, die mit der Ausbildung
von Farbstoffen, Duftstoffen, Nektar (ein Gemisch aus in Wasser gelösten
Zucker, Eiweißen u. a.) bzw. Pollen blütenbestäubende Tiere anlocken.
Die Beziehungen zwischen Tieren, die Pflanzen bestäuben, und der Ausbildung
bestimmter Blütenmerkmale wurden an Löwenmail-Gauklerblumen (Mimulus lewisii)
und Kardinalsroten Gauklerblumen (Mimulus cardinalis) an der Universität
Oldenburg untersucht (s. Abb. 1, 2). Beide Arten gehören zu den
Braunwurzgewächsen (Rachenblütlern). Sie wachsen u. a. in der Sierra Nevada
(USA) wild, wo sie zeitgleich blühen. In Europa werden sie als Zierpflanzen
angebaut.

Abb. 1: Besuchsraten bei Gauklerblumen
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Löwenmaul - Gauklerblume |
Kardinalsrote Gauklerblume |
| Kelchblattfarbe |
grün |
grün |
| Kronblattfarbe |
rose / violett |
rot |
| gelbe Saftmale am Blütengrund |
vorhanden |
nicht vorhanden |
| Haare auf der Unterlippe |
vorhanden |
nicht vorhanden |
| Anteil der Zucker im Nektar in % |
25 |
75 |
| Griffellänge in mm |
27 |
51 |
| Staubfadenlänge in mm |
24 |
48 |
| Kronröhrenlänge in mm |
27 |
35 |
| Kronröhrenweite in mm |
11 |
6 |
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Abb. 2: Merkmale von Gauklerblumen
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1. |
Beschreiben Sie den Grundaufbau
einer Blüte der Braunwurzgewächse mit Hilfe der Ihnen zur Verfügung
stehenden Bestimmungsliteratur.
Ordnen Sie in einer Tabelle den Bestandteilen je eine Funktion zu. |
(6 BE) |
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2. |
Vergleichen Sie den lichtmikroskopischen
Bau der Zellen eines Kron- und eines Kelchblattes. |
(4 BE) |
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3. |
Stellen Sie anhand eines Fließbildes den
Zusammenhang zwischen den lichtabhängigen und lichtunabhängigen
Reaktionen der Photosynthese her. |
(6 BE) |
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4. |
Erläutern Sie die dargestellte
Vergesellschaftungsform |
(5 BE) |
| 5. |
Werten Sie die in Abb. 1 dargestellten
Untersuchungsergebnisse aus und geben Sie eine mögliche Erklärung mit
Hilfe von Abb. 2. |
(4 BE) |