Grundkurs: Prüfung 2003
Aufgabe B: Zitterrochen, Zitteraal... - Nervensystem /
Evolution
(Allgemeine Arbeitshinweise)
Im Laufe der Entwicklung haben verschiedene Fischargen
elektrische Organe entwickelt, mit denen die Tiere Stromstöße
unterschiedlicher Stärke abgeben können. Zitteraal, Zitterwels und
Zitterrochen sind die bekanntesten. Mit ihren elektrischen Entladungen
wehren sie sich gegen Feinde und lähmen bzw. töten Beutetiere. Entdeckt der
Zitterrochen am Boden ein Beutetier, z. B. einen Plattfisch, so schwimmt er
über ihn und versetzt ihm einen Stromschlag.
Beim Zitteraal werden kurzzeitig Spannungen bis 800 V und Stromstärken bis
zu 1A gemessen. Die Spannungen werden auf die gleiche Weise wie in der
motorischen Endplatte gebildet. Ein elektrisches Organ des Zitteraals
besteht aus vielen umgewandelten Muskelzellen, welche Platten bilden und zu
Säulen zusammengefasst sind. Jede dieser Platten arbeitet wie eine
motorische Endplatte. Die on den einzelnen Platten erzeugten Spannungen
addieren sich wie in einer Batterie.
Nilhechte erzeugen Spannungen von wenigen Volt, die zur Orientierung und
innerartlichen Verständigung eingesetzt werden. Viele "Elektrofische" sind
nachtaktiv, leben in schlammigen Gewässern und haben keine oder verkümmerte
Augen. Beim Zitterwels sind die elektrischen Organe aus Hautdrüsen
entstanden.
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1. |
Fertigen Sie eine beschriftete schematische
Zeichnung eines markhaltigen Neurons an. |
(4 BE) |
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2. |
Beschreiben Sie die Erregungsübertragung an
einer motorischen Endplatte bis zum Beginn der Reaktion. |
(4 BE) |
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3. |
Begründen Sie, warum beim Zitteraal nach
einer Folge von zahlreichen Entladungen zunächst nur noch geringe
Spannungen und Stromstärken entstehen können. |
(2 BE) |
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4. |
Begründen Sie, ob es sich bei den
elektrischen Organen von Zitterwels und Zitteraal um homologe Organe
handelt? |
(3 BE) |
| 5. |
Beschreiben Sie eine Möglichkeit der
Entstehung der elektrischen Organe mit Hilfe der Synthetischen
Evolutionstheorie. |
(3 BE) |
| 6. |
Stellen Sie das Beutefangverhalten
elektrischer Fische als Fließbild dar. |
(4 BE) |
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