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Biologie in Sachsen

Schmetterling

Alle Fächer / Koordinator: C. Busse / E-Mail

 

Leistungskurs: Prüfung 2002

Aufgabe A: Eukalyptus

 

Die Baumschicht der australischen Wälder wird überwiegend von ca. 450 Eukalyptusarten gebildet. Sie bevorzugen trockene Standorte. Die Blätter stehen bei Jungpflanzen oft kreuzgegenständig und waagerecht, sind relativ zart und breit herzförmig. Bei erwachsenen Bäumen sind diese spiralig und senkrecht zur Richtung des größten Lichteinfalls angeordnet, härter und sichelförmig. Anatomisch gleichen die Blätter junger Pflanzen mitteleuropäischen mesophyten Laubblättern, während die älterer Pflanzen u.a. an Ober- und Unterseite mehrschichtiges Palisadengewebe sowie von Scheidezellen umgebene Ölbehälter ausgebildet haben. Viele Arten bilden hohe, gerade Stämme aus, die von der Holz- und Papierindustrie genutzt werden. Von über 20 Arten ist bekannt, dass die Eukalyptusblätter reich an ätherischen Ölen und anderen Assimilationsprodukten sind. Sie liefern nach der Destillation wichtige Grundstoffe für die Parfümerie und Pharmazie. Besonders gefragt ist das bei Erkältungen eingesetzte Eukalyptusöl der Art Eucalyptus globulus.
 

1.

Fertigen Sie schematische Übersichtszeichnungen der zu erwartenden Querschnitte je eines Blattes einer jungen Eukalyptuspflanze und einer alten Eukalyptuspflanze an und beschriften Sie diese.

(6 BE)

2.

Begründen Sie drei der im Text genannten Blattveränderungen als Anpassungen an den Standort.

(6 BE)

3.

Erstellen Sie ein Schema (Fließbild) zur Bildung der Eukalyptusöle durch den Baum unter Berücksichtigung der Ausgangsstoffe, wesentlicher Zwischenprodukte, Reaktionsprodukte und Reaktionsorte. Beschreiben Sie die Energieumwandlungen.

(6 BE)

4.

Ermitteln Sie den Wirkungsgrad des Energieaufwandes bei der Photosynthese im Verhältnis zur kalorimetrischen Verbrennung von Glukose. Gehen Sie von der vereinfachten Annahme aus, dass in der Pflanze für die Bildung von 1 mol Traubenzucker 18 mol ATP und zur Bildung von 1 mol ATP 533,33 kJ verbraucht werden.

(3 BE)

5. Werten Sie die Abb. 1 aus.
Ziehen Sie Schlussfolgerungen zu Auswirkungen, die die Anpflanzung von Eukalyptusbäumen im 20. Jahrhundert in Südeuropa auf die südeuropäische Flora haben könnte.

(4 BE)

Arten

 
Abb.1: Zeitraum zwischen der ersten Anpflanzung und dem ersten spontanen Auftreten nicht heimischer Gehölze in Brandenburg (Verändert nach Ringen bürg und Kowarik)

 

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© C. Busse 30.04.2005

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