Leistungskurs: Prüfung 2002
Aufgabe B: Hundeartige
Nach Meinung von Forschern gilt Miacis, ein kleines, wieselartiges Tier des
Paläozäns, als Vorfahr der Familie der Hundeartigen. Zu den Hundeartigen gehören
u.a. Wolf, Fuchs, Kojote und Haushund.
Wölfe leben in komplexen Familienverbänden. Die Autorität des Alpha-Männchens
und des Alpha-Weibchens wird fortwährend durch agonistisches Verhalten
gefestigt. Nur das Alpha-Paar bringt Junge zur Welt, an deren Aufzucht sich aber
das gesamte Rudel beteiligt.
Aus dem domestizierten Wolf entwickelten sich durch selektive Zucht die
unterschiedlichsten Hunderassen. Züchtungsziel war es, verschiedene
Eigenschaften verstärkt zu entwickeln bzw. zurückzudrängen, so z.B. die
Ausprägungen der Fellfarbe. Dabei treten aber vermehrt Erbkrankheiten auf, wie
die auch beim Menschen bekannte Hämophilie (Bluterkrankheit).
Bei Hundeartigen führt Tollwut, eine durch RNA-Viren ausgelöste Erkrankung
meist zu deren Tod. Die Infektion erfolgt durch virushaltigen Speichel, der
bei einem Biss oder durch verletzte Haut in den Körper gelangt.
| Vergleich von |
Anteil des genetischen Unterschiedes der
Mitochondrien-DNA in Prozent |
| Wolf - Wolf |
0,16 |
| Wolf - Haushund |
0,20 |
| Wolf - Kojote |
3,10 |
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Abb.2: |
Prozentualer Anteil des genetischen Unterschiedes der
Mitochondrien-DNA bei Hundeartigen |
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Abb. 3. Kreuzungsergebnisse
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1. |
Erstellen Sie mit Hilfe der Abbildung 3
einen Stammbaum der Hundeartigen. |
(2 BE) |
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2. |
Beschreiben Sie die humorale Immunantwort
des Haushundes nach einer Infektion mit Tollwut-Viren. |
(5 BE) |
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3. |
Analysieren und begründen Sie die in
Abbildung 3 dargestellten Kreuzungsergebnisse. Geben Sie für die vier
Kreuzungen die Genotypen der Elternpaare an. |
(9 BE) |
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4. |
Erläutern Sie je zwei Vor- und Nachteile
des Zusammenlebens der Wölfe in Rudeln. |
(4 BE) |
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