Nektar wird von chloroplastenfreien Drüsen (Nektarien) in
Blüten vieler Pflanzen in unterschiedlichen Mengen produziert. Im Nektar
finden sich gelöste Zucker (Glucose, Fructose, Sascharose), Proteine u. a.
Stoffe in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen. Die Zuckerkonzentration
des Nektars von bienenbesuchten Blüten beträgt durchschnittlich 35%.
Sammelbienen transportieren en mit ihren Sekreten vermischten Nektar im
Honigmagen. Im Bienenstock dicken Arbeiterinnen den Honig ein, so dass er
nach ca. 2 Tagen, wenn die Wabe zugedeckelt wird, noch 20% Wasser enthält.
Durch Enzyme werden weitere charakteristische Zuckerverbindungen im Honig
gebildet. Aus 1,7l Nektar (1,5kg) entstehen 500 g Honig (etwa 1 Glas).
Der Bestäubungsanteil von Honigbienen im Obstbau beträgt 80%.
Viele Pflanzenarten, z. B. Süßkirschen, Baumwolle oder Feigenkakteen,
scheiden zusätzlich Nektar aus Blattnektarien aus. Zu deren Bedeutung wurden
Versuchsreihen durchgeführt, deren Beobachtungen in Abb. 2 dargestellt sind.
Die dabei genannte Jasmosäure ist ein von der Pflanze gebildeter
Signalstoff.
| Tiere pro Bienenvolk |
ca. 60 000 |
| Sammelbienen pro Bienenvolk |
ca. 30 000 |
| Sammelflüge einer Biene pro Tag |
13 |
| Fassungsvermögen des Honigmagens |
0,05 ml |
| Honigverbrauch pro Volk bei -10°C |
34,2 g pro Tag |
| Honigverbrauch pro Volk bei 15°C |
69,6 g pro Tag |
Abb. 1: Zahlenangaben zur Honigbiene

Abb. 2: Forschungsergebnisse der Universität Würzburg und des MPI Jena (in
relativen Einheiten)