Der Malaria-Erreger Plasmodium falciparium ist ein eukaryontischer Parasit, der
mit dem Stich der Anopheles-Mücke auf den Menschen übertragen wird. Diese Mücken
gehören zur Familie der Stechmücken (Culicidae).
Die Weibchen der Stechmücken benötigen für die Eierprodukton Bluteiweiß. Sie
werden durch Hungergefühl in Unruhe versetzt und suchen umherfliegend nach
potenziellen Opfern. Durch verschiedene chemische, thermische und optische Reize
finden sie zu ihrem Wirt. Dot setzen sie sich auf die Haut und betasten diese
mit ihrem Stechrüssel, um eine günstige Einstichstelle zu finden. Mit Hilfe
empfindlicher Sinneszellen finden die Stechmücken unter der Haut verlaufende
Blutgefäße, stoßen ihren Stechrüssel hinein und saugen sich voll Blut. Bei jedem
Einstich werden Speicheldrüsensekrete in die Wunde abgegeben, um die
Blutgerinnung zu unterbinden. Dabei kommt es aber auch zur Übertragung von
Krankheitserregern.
In den fünfziger und sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts war es bereits
gelungen, die Anopheles-Mücke mit dem Insektizid DDT sehr erfolgreich zu
bekämpfen. Die Malarie schien besiegt zu sein. Doch dann reagierten sowohl
Anopheles-Mücke als auch Plasmodium-Parasit mit Resistenzbildung gegen
Insektizide. Auch zunächst erfolgreiche Malariemedikamente verloren bald ihre
Wirkung. Zurzeit arbeiten daher Wissenschaftler an der Entschlüsselung der
Genome und der Struktur bestimmter Proteine von Plasmodium falciparum und
Anopheles-Mücke, um neue Angriffsziele für Medikamente und Impfstoffe zu finden.
Für die Impfstoffentwicklung ist u. a. das Oberflächenprotein PfEMP1
interessant, mit dem Plasmodium die Hülle infizierter Blutzellen markiert. Der
Erreger besitzt jedoch etwa 50 verschiedene Genvarianten des PfEMP1, die er zu
unterschiedlichen Zeitpunkten seines Lebenszyklus aktiviert, wodurch es ihm
gelingt das menschliche Immunsystem zu verwirren.