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Zebras, sehr enge Verwandte des Pferdes, bilden einen bedeutenden Anteil der
großen gemischten Pflanzenfresserherden in den Savannen Afrikas. von den drei
Arten nimmt das Grevy-Zebra eine gewisse Sonderstellung ein. Sein Verhalten,
aber auch seine Merkmale weihen von den beiden anderen Arten ab.
Die Tiere bilden kleine, eng geschlossene Trupps (4-14 Tiere) mit Stuten und
fohlen, die von einem Hengst angeführt werden. In den Revieren duldet der
Leithangst fremde geschlechtsreife Rivalen. Wen sich allerdings einer der
rivalisierenden Hengste den paarungsbereiten Stuten nähert, wird er vom
Leithangs angegriffen. Bei den Zweikämpfen schlagen sich die Tiere mit den Hufen
und beißen einander. Dabei kann es zu Verletzungen kommen. Wenn ein Eindringling
deutlich unterlegen erscheint, bleiben Kämpfe in der Regel aus und er flieht aus
dem Revier des Leithengstes.
Das Streifenmuster verschiedener Zebraarten variiert stark. Nach neueren
Erkenntnissen nimmt man an, dass die Streifen somatolytisch ("körperauflösend")
auf die Komplexaugen der Tsetsefliege wirken. Die Fliegen nehmen die Zebras
durch ihre Streifen schlechter wahr.
Tsetsefliegen können beim Stechen die Nagana-Seuche übertragen, eine meist
tödlich verlaufende Tierseuche. Deren Erreger sind Geißeltierchen wie z. B.
Trypanosoma congolese, die in den Körperflüssigkeiten ihrer Wirte leben und
nicht in die Zellen eindringen.
Im Frühjahr 2004 wurde in Ostafrika ein neugeborenes, weißes Zebra entdeckt.
Albinismus kommt bei Menschen und Tieren relativ selten vor. Beim Menschen
wurden bisher zehn verschiedenen Typen diagnostiziert, die sehr unterschiedlich
vererbt werden.
