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Biologie in Sachsen

Schmetterling

Alle Fächer / Koordinator: C. Busse / E-Mail

 

Leistungskurs: Prüfung 2005

Aufgabe B: Zebras - Pferde - Esel (Evolution, Genetik, Verhalten)

(Allgemeine Arbeitshinweise)

Bearbeiten Sie die nachstehende Aufgaben.

Zebras, sehr enge Verwandte des Pferdes, bilden einen bedeutenden Anteil der großen gemischten Pflanzenfresserherden in den Savannen Afrikas. von den drei Arten nimmt das Grevy-Zebra eine gewisse Sonderstellung ein. Sein Verhalten, aber auch seine Merkmale weihen von den beiden anderen Arten ab.
Die Tiere bilden kleine, eng geschlossene Trupps (4-14 Tiere) mit Stuten und fohlen, die von einem Hengst angeführt werden. In den Revieren duldet der Leithangst fremde geschlechtsreife Rivalen. Wen sich allerdings einer der rivalisierenden Hengste den paarungsbereiten Stuten nähert, wird er vom Leithangs angegriffen. Bei den Zweikämpfen schlagen sich die Tiere mit den Hufen und beißen einander. Dabei kann es zu Verletzungen kommen. Wenn ein Eindringling deutlich unterlegen erscheint, bleiben Kämpfe in der Regel aus und er flieht aus dem Revier des Leithengstes.
Das Streifenmuster verschiedener Zebraarten variiert stark. Nach neueren Erkenntnissen nimmt man an, dass die Streifen somatolytisch ("körperauflösend") auf die Komplexaugen der Tsetsefliege wirken. Die Fliegen nehmen die Zebras durch ihre Streifen schlechter wahr.
Tsetsefliegen können beim Stechen die Nagana-Seuche übertragen, eine meist tödlich verlaufende Tierseuche. Deren Erreger sind Geißeltierchen wie z. B. Trypanosoma congolese, die in den Körperflüssigkeiten ihrer Wirte leben und nicht in die Zellen eindringen.
Im Frühjahr 2004 wurde in Ostafrika ein neugeborenes, weißes Zebra entdeckt. Albinismus kommt bei Menschen und Tieren relativ selten vor. Beim Menschen wurden bisher zehn verschiedenen Typen diagnostiziert, die sehr unterschiedlich vererbt werden.

Stammbaum einer Familie mit einer sehr seltenen Form des Albinismus

1.

Erläutern Sie eine molekularbiologische Methode zur Klärung des Verwandtschaftsgrades von Zebras, Pferden und Eseln

(4 BE)

2.

Erklären Sie das Verhalten rivalisierender Zebrahengste

(4 BE)

3.

Erklären Sie eine Möglichkeit der Ausbildung variabler Streifenmuster in den Verbreitungsgebieten der Tsetsefliege mit Hilfe der Synthetischen Evolutionstheorie.

(5 BE)

4.

Stellen Sie die Reaktion des Immunsystems nach Infektion mit Trypanosoma conglolese bei Zebras in einem Fließbild dar.

(4 BE)

5. Begründen Sie die mögliche Vererbungsform für diesen seltenen Albinismustyp, der aus dem Stammbaum in Abb. 3 hervorgeht.

(3 BE)

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© C. Busse 2005