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Pseudomonas aerugiosa ist ein Bakterium, welches in Böden, sümpfen und an
Meeresküsten, aber auch auf Pflanzen und in tierischem Gewebe lebt.
Gefürchtet ist es vor allem als Krankheitserreger in Krankenhäusern. Es
verursacht zum Beispiel Lungenentzündungen und Harnwegsinfektionen.
Pseudomonas aerugiosa besitzt eine Hülle aus schleimigen Polysacchariden, die es
ihm ermöglicht die Abwehrmechanismen des Immunsystems zu umgehen und sich im
Schleim der Atmungsorgane anzusiedeln. Das Genom des Bakteriums umfasst 6,3
Millionen Basenpaare. Es ist größer als alle Genome der bisher untersuchten
Bakterien. Pseudomonas aerugiosa besitzt 5570 Gene und damit fas so viele Gene
wie die eukaryotischen Hefen. Acht bis zehn Prozent aller Gene des Bakteriums
wirken vermutlich regulatorisch und sorgen dafür, dass andere Gene ein- oder
ausgeschaltet werden. Wahrscheinlich besteht beim Bakterium ein Zusammenhang
zwischen der Ausstattung mit regulatorischen Genen und der Lebensweise. Stark
spezialisierte Arten kommen mit weniger Regulatorgenen aus. Bakterien, die
unterschiedliche Lebensräume besiedeln, müssen sich u. a. wechselnden
Nährstoffangeboten anpassen können. So verfügt Pseudomonas aerugiosa über eine
Vielzahl membranöser Transportproteine, die lebenswichtige Nährstoffe in das
Zellplasma hineinschleusen. Die selektive Durchlässigkeit der Zellmembran durch
die zahlreichen Pumpen, die schädliche Stoffe, die durch Antibiotika, aus der
Zelle hinausbefördern können, verleihen Pseudomonas aerugiosa eine natürliche
Resistenz gegenüber Antibiotika.