Wählen Sie eine der Aufgaben (B1 oder B2) aus und bearbeiten Sie diese.
Alle flugunfähigen Vogelarten, so auch die Pinguine, haben sich aus fliegenden
Vorfahren entwickelt. Kaiser- und Adeliepinguine leben in der Antarktis und
ernähren sich von Krill, verschiedenen Fischarten und Tintenfischen, welche zur
Fortpflanzung sehr kaltes Wasser benötigen.
Ihr Körper besitzt sehr gute Strömungseigenschaften im Wasser und wird von einer
dicken Fettschicht isoliert, die gleichzeitig als Energiereserve für den langen
Winter dient. Das Federkleid wird ständig nachgefettet und ist mit bis zu 12
Federn/cm2 sehr dicht.
Pinguine erreichen die größten Tauchtiefen und -zeiten bei Vögeln. Dafür wird im
Verlauf eines Tauchgangs der Pulsschlag unterschiedlich angepasst (Abb. 3);
zusätzlich speichert der Körper außer im Blut besonders viel Sauerstoff in der
Muskulatur.
In den für den Tauchvorgang nicht unmittelbar benötigten inneren und peripheren
Organen sinkt die Durchblutung vorübergehend bis auf 7% der Blutmenge an Land.
Durch diese Anpassungen wird unter anderem die Milchsäurekonzentration in der
für den Tauchprozess notwendigen Muskulatur verringert.
Alle Pinguinarten brüten in Kolonien. Ein Eindringen in den Nestbereich führt
jedoch zu heftigen Reaktionen: Imponieren, Drohen, Flügelschläge und
Schnabelhiebe. Bei Magellanpinguinen setzt der Revierbesitzer häufig einen
schwächeren Eindringling nach und hackt auf ihn ein . Dies führt meist zu
tödlichen Verletzungen.
Durch Umweltgifte und vor allem durch die zunehmende globale Erwärmung sind die
Bestände der Pinguine zunehmend gefährdet. In den Jahren 1999 bis 2003 waren die
Wintertemperaturen in der Antarktis deutlich erhöht. Die dort lebenden Pinguine
hatten dadurch große Probleme zu überleben und vor allem ihre Jungen über den
Winter zu bringen.
| beim Abtauchen |
beim Auftauchen |
| Absenken des Pulses von 210 auf 50 Schläge je Minute |
Erhöhung des Pulses bis auf 290 Schläge je Minute |
Abb. 3: Angepasstheit von Adeliepinguinen an das Tauchen