Seen oder Talsperren mit einem hohen Gehalt an
Pflanzennährstoffen enthalten große Mengen an Algen, weisen dadurch eine starke
Wassertrübung auf und sind als Erholungsgebiete ungeeignet (1).
Um die Algenmenge zu reduzieren, kann man die
Nährstoffzufuhr aus dem Einzugsgebiet und aus dem Sediment der stehenden Gewässer durch
sehr aufwendige ökonomische Maßnahmen verringern. Dazu gehören unter anderem
Tiefenwasserbelüftung, Zwangsumwälzung oder Nährstoffausfällung (2).
Die Menge der Algen lässt sich aber auch durch eine
Manipulierung der Nahrungskette verringern: In der Talsperre Bautzen wurden seit 1977
jährlich größere Mengen junger Zander eingesetzt. Die Zahl der zooplanktonfressenden
kleinen Barsche konnte dadurch innerhalb von sechs Jahren von 8000 auf 3000 Individuen pro
Hektar gesenkt werden, die Wassertrübung verringerte sich erheblich (3).
Die Algen sind in dem in der Abbildung
dargestellten, stark vereinfachten Nährstoffkreislauf eingebunden (4).