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Biologie - Sachsen

Schmetterling

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3.1. Angeborenes Verhalten [3. Stunde]

 

a) Automatismen

b) Instinkthandlungen

c) Unbedingte Reflexe

 
a) Automatismen
  • sind angeborene Verhaltensweisen, die vom Zentralnervensystem auch ohne Mitwirkung äußerer Reize auslösbar sind (z.B. die Körper- und Gliedmaßenbewegungen bei Wirbeltieren; Flossenbewegung bei Fischen)

b) Instinkthandlungen
  • sind angeborene Verhaltensweisen, die durch bestimmte Reize (Schlüsselreize) über einen angeborenen Auslösemechanismus (AAM) zu geordneten Bewegungsabläufen (Erbkoordinationen) führen.

  • Die Bewegungshandlungen bestehen aus Orientierungsbewegungen und Endhandlungen.

  • Sie laufen nur dann ab, wenn eine innere Bereitschaft dazu besteht.

    à innere Faktoren: Hormone, Hunger...

    à äußere Faktoren: Temperatur, Jahreszeit...

    - Sie treten bei allen Individuen einer Art gleichen Geschlechts gleichermaßen auf.

    - Sie haben sich zum Vorteil der Art herausgebildet.

 

(Anwendung auf ein Beispiel: Das Balzverhalten beim Stichling: Erarbeiten mit Hilfe des LB. und einer Kopiervorlage)

 

Schlüsselreize:
  • sind Signalreize, die eine bestimmte Verhaltensweise über einen Auslösemechanismus - hervorrufen/ auslösen oder - hemmen kann

AAM
  • ist ein angeborenes Erkennungssystem für Schlüsselreize, das sich bei einer Art in stammesgeschichtlicher Anpassung an eine bestimmte Reizsituation herausgebildet hat und angeborene Verhaltensreaktionen auslöst (Filter- und Startersystem)

Handlungs-
bereitschaft
  • ist die tatsächliche Bereitschaft zum Reagieren
    (wird oft hormonell vorbereitet;  nicht jeder Reiz löst bei einem Organismus eine Handlung aus)

Endhandlung
  • motorische Aktivitäten, die als Reaktion auf Schlüsselreize ablaufen, wenn die entsprechende Handlungsbereitschaft vorhanden ist.

Appetenz-
verhalten
  • stellt die Suche eines Tieres nach einem bestimmten Reiz dar, der ihm erlaubt über einen AAM eine Instinkthandlung ablaufen zu lassen

  • Das Tier ist in einer bestimmten Stimmung (Jagdstimmung, Balzstimmung) bzw. hat den Drang nach einer Handlung, die es vielleicht schon lange nicht mehr aufführen konnte

  • Nach deren Ablauf (Töten der Beute, Begattung) ist der Trieb durch die Endhandlung befriedigt

 

c) Unbedingte Reflexe
  • Reflex: eine in gleicher Weise ablaufende, unmittelbare. Reaktion auf einen bestimmten Reiz

  • Unbedingter Reflex: unwillkürliche, angeborene, beständige, Reaktion auf einen Reiz

    Beispiele: Klammerreflex, Lidschlussreflex, Kniesehnenreflex, Erweiterung - Verengung der Pupille bei wechselnder Beleuchtung Speichelreflex, Schluckreflex

Reflexbogen:

Kniesehnenreflex

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