Die lebende Substanz in den Zellen von Tieren, Menschen und Pflanzen nennt man
Protoplasma. Es setzt sich aus dem Kernplasma und dem Zellplasma zusammen.
Es gibt zwei optisch verschiedene Cytoplasmaschichten: das außen befindliche
Ektoplasma, und das innen befindlichen, mehr körnige Endoplasma, das in
dauernder, strömender Bewegung ist.
Das Cytoplasma ist ein konzentriertes Proteinkolloid, d.h. in ihm sind sehr
feine Teilchen in Wasser gelöst. Das Grundplasma ist eine Unterteilung von
Cytoplasma von dem außen befindlichem Plasma (Grundplasma) und vom Plasma in
den Membranen. Das Grundplasma (Hyaloplasma) besteht aus: Wasser und darin
gelöste Eiweiße, Aminosäuren, Glucose, Salze, eine Reihe wichtiger Enzyme
und aus submikroskopischen Struktureinheiten.
Das Cytoplasma hat eine sehr hohe, doch räumlich und zeitlich wechselnde
Viscosität. Viscosität ist die Fähigkeit von Flüssigkeiten einer Strömung
Widerstand zu leisten. Jene hohe Viscosität geht auf die langen, dünnen
Proteinstrukturen zurück. Man unterscheidet einen zähen Zustand, dem
Sol-Zustand, und dem gallertartige, festen Gel Zustand.
Das Cytoplasma ist ein thixotropes Gel, d.h. es hat die Fähigkeit zu
reversiblen Sol-Gel Transformation.
Die Sol-Gel Verursachung ist auf die wechselnde Viscosität und die Labilität
der Proteinstrukturen und auf das Auflösung und Aneinanderreihen von
Molekülen zurückzuführen.
Bereitgestellt von
Thomas Gyöngyösi (10/2001)