1. Begriff
Die Zellwand ist eine feste, vorwiegend aus Cellulose bestehende
Umhüllung prokaryotischer Zellen, Pilzzellen und pflanzlicher Zellen.
2. Aufgaben
- Sie schließt den lebenden Inhalt der Zellen, das Protoplasma, nach außen ab und
verhindert, dass dieser sich durch Wasseraufnahme zu stark ausdehnt und platzt
- Sie festigt die einzelne Zelle und bewirkt damit eine Stabilität der Zellen, bzw. des
gesamten Organismus (Pflanze, Pilz)
3. Bau
Hauptbestandteil Cellulose / (bei Pilzen - Chitin)
- häufigster organischer Stoff auf der Erde
- chemisch = Polysaccharid
- langes fadenförmiges Molekül (1000 - 10 000 Glucosemoleküle)
- Mikrofibrille = große Anzahl dieser Fadenmoleküle sind zu einem Bündel
zusammengelagert
- Cellulose ist als Grundgerüst in eine Grundsubstanz eingelagert
- Grundsubstanz besteht vorwiegend aus quellbaren Polysachariden
(z. B. Pektine)
Entstehung der Zellwand
- Primordialwand (Mittellamelle) = nach der Zellteilung entstandene, dünne Haut
- Primärwand = von den Zellen aufgelagerte dehnungsfähige Schichten,
Mikrofibrillen sind regellos gelagert (Streuungstextur) - es kommt zur Ausbreitung der
jungen Zellwand, bis sie ihre endgültige Größe erreicht hat
- Sekundärwand = das Dickenwachstum der Zellwand setzt ein, Auflagerung relativ
starrer Schichten, Mikrofibrillen sind schichtenweise parallel gelagert (Paralleltextur) -
führt zur erhöhten Stabilität der Zellwand, bei Verholzung Lignin (Holzstoff) und
Korkstoff (Suberin) eingelagert
- Tertiärwand = Abschluss, relativ dünne Abschlusslamelle
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Informationen zur Zellwand
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