Realisierung der genetischen Information
Proteinsynthese
- Alle Organismen bestehen auch aus Eiweiß.
- Die Eiweißbiosynthese ist der wichtigste Schritt bei der Realisierung der Information
der DNA in Eiweiße bis hin zum Merkmal.
- Die Proteinsynthese erfolgt in 2 Schritten:
A. Transkription
ist die RNA-Synthese an einer DNA-Matrize. Sie verläuft
ähnlich der identischen Reduplikation der DNA. Man kann 4
Teilschritte unterscheiden:
- Der DNA-Doppelstrang wird durch ein
Enzym (RNA-Polymerase) teilweise aufgetrennt.
- An die freigewordenen Nucleotidbasen lagern sich RNA-Nucleotide
komplementär an. Die neugebildete Nucleotidkette wird
als Boten-RNA (m-RNA = messenger RNA) bezeichnet.
- Diese einsträngige m-RNA löst sich
von der DNA und verlässt durch die Kernporen den Zellkern (DNA kann den Kern nicht verlassen).
- In der DNA wird die vorherige Basenpaarung wieder hergestellt. Sie liegt
wieder als Doppelhelix vor - ein Teil ihrer Information ist nun
auf die m-RNA umkopiert worden.
B. Translation
- ist die Synthese eines Proteins an der RNA-Matize. Sie findet an den Ribosomen der Zelle
statt.
- Im Zellplasma treten t-RNA (Transport RNA) Moleküle
auf, die aus etwa 80 Nukleotiden bestehen und eine "Kleeblattstruktur" haben. An
einer bestimmten Stelle besitzen sie ein "Anticodon"
(3 organische Basen in einer best. Reihenfolge) Ein solches Anticodon erkennt die durch
Basenpaarung sein komplementäres Codon auf der m-RNA. An einer anderen Stelle befindet
sich die dem genetischen Code entsprechende Aminosäure.
- An den Ribosomen treffen t-RNA und m-RNA zusammen.
Die genetische Information der m-RNA wird von der t-RNA in eine Reihenfolge der
Aminosäuren übertragen, indem sich Anticodons kurzzeitig an die komplementären
Basentripletts der m-RNA anheften.
Die Ribosomen wandern am m-RNA Strang entlang und die einzelnen, noch an die t-RNA
gebundenen Aminosäuren werden zu Eiweißen verknüpft. Diese Eiweiße können Struktureiweiße (bestimmen den Bau des Organismus) oder Funktionseiweiße
(Enzyme) sein. Wenn mehrere Gene Eiweiße codieren, die
dann zur Ausbildung von einem Merkmal führen, spricht man von Polygenie.
Siehe auch: Folien zur Darstellung
der Eiweißsynthese am Polylux
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