Analysieren Interpretieren Schreiben Referieren

Richtig zitieren, aber wie?

Grundsätzlich gilt: Mehrere Arten des Zitierens:
  1. Schlüsselwörter und Textbelege in den eigenen Text einbauen:
    Die gegenwärtigen Entwicklungstendenzen im Multimedia-Bereich werden als „Seuche" (Z. 26) bezeichnet und die Lektüre von Literatur auf dem Bildschirm als „Begegnung der dritten oder vierten Art" (Z.58) dargestellt. Dadurch erscheint der Computer als etwas Bedrohliches und Unheimliches.
  2. Schlüsselwörter und Beispiele zusammen mit der Zeilen- bzw. Seitenangabe in Klammern setzen:
    Die gegenwärtigen Entwicklungstendenzen im Multimedia-Bereich werden als etwas Bedrohliches („Seuche", Z. 26) und Unheimliches („Begegnung der dritten oder vierten Art", Z.58) dargestellt.
  3. Die Grammatik des Zitates kann der eigenen Satzgrammatik angepasst werden:
    Der Verfasser will uns davon überzeugen, dass dieses Unheil auch schon „unser(en) Bücherschrank ... infiziert" habe (Z.28) und „Lessing, Goethe, Novalis, Schiller und Henry Miller ... ungelesen still vor sich hin(jammern)" (Z.29/30).
    Tipp: Bevor Sie jedoch solche Klammer-Festivals feiern, ist es besser, das Zitat vorher abzubrechen oder aufzuteilen:
    Variante 1:... und „Lessing, Goethe, Novalis, Schiller und Henry Miller ... ungelesen still" vor sich hin jammerten (Z.29/30).
    Variante 2: und „ungelesen still" jammerten „Lessing, Goethe, Novalis, Schiller" vor sich hin (Z.29/30).
    Wenn Ihnen dann doch einmal ein längeres Zitat wichtig ist, dann setzen Sie dieses hinter einen Doppelpunkt.
    Der Autor beginnt seinen Artikel mit einer auffälligen Triade: „Es geht ja nicht darum, ... Es hilft ja auch gar nichts, ... Es ist auch nicht das letzte Aufgebot ..." (Z. 1, 9, 13).
  4. Längere Auslassung in einem Zitat, z.B. ganze Sätze, können durch „(...)" markiert werden.

Ohne ein bisschen Werbung geht es nicht. Ich bitte um Nachsicht, falls diese nicht immer ganz Themen-gerecht sein sollte.
Dautels ZUM-Materialien: Google-Fuss