„Die Eichbäume“ und andere Bäume

Einstieg zunächst ohne Gedicht-Text, stattdessen mit einem Eichenblatt, dem Bild einer Eiche, ... und der Frage:

Aufgaben:

Beantworte schriftlich:

  1. Wovon handelt Hölderlins Gedicht? (Situation des lyrischen Ich)
    Wie ist es gegliedert/strukturiert/aufgebaut? (Form/Struktur)
  2. Wie tritt das lyrische Ich den Eichbäumen gegenüber? (Inhalt)
    Was verkörpern für ihn (sie/es) die Eichen?
    Wie sieht es demgegenüber die eigene Situation? (Metaphorik)
  3. Welcher menschliche Grundkonflikt wird in diesem Gedicht gestaltet? (Bedeutung)

Gedichtvortrag:

Schauen wir uns zum Vergleich auch andere Gedichte über "Bäume" an. Hier eine kleine Auswahl:
Bertolt Brecht

Der Pflaumenbaum

Im Hofe steht ein Pflaumenbaum
 Der ist klein, man glaubt es kaum.
 Er hat ein Gitter drum,
 So tritt ihn keiner um.

Der Kleine kann nicht größer wer`n.
 Ja größer wer`n, das möcht er gern.
 s'ist keine Red davon
 Er hat zu wenig Sonn.

Den Pflaumenbaum glaubt man ihm kaum
 Weil er nie eine Plaume hat,
 Doch er ist ein Plaumenbaum
 Man kennt es an dem Blatt.
Wilhelm Müller (1794 - 1827)

Der Lindenbaum

Am Brunnen vor dem Tore
 Da steht ein Lindenbaum:
 Ich träumt in seinem Schatten
 So manchen süßen Traum.

Ich schnitt in seine Rinde
 So manches liebe Wort;
 Es zog in Freud und Leide
 Zu ihm mich immer fort.

Ich mußt` auch heute wandern
 Vorbei in tiefer Nacht,
 Da hab ich noch im Dunkel
 Die Augen zugemacht.

Und seine Zweige rauschten,
 Als riefen sie mir zu:
 Komm her zu mir, Geselle,
 Hier find`st du deine Ruh`!

Die kalten Winde bliesen
 Mir grad ins Angesicht,
 Der Hut flog mir vom Kopfe,
 Ich wendete mich nicht.

Nun bin ich manche Stunde
 Entfernt von jenem Ort,
 Und immer hör` ich`s  rauschen
 Du fändest Ruhe dort!
    Und zum Schluss noch R. M. Rilke: Zwar kein Baum-Gedicht, aber fast eines:
      Rainer Maria Rilke
    
      Wilder Rosenbusch
    
      Wie steht er da vor den Verdunkelungen
      des Regenabends: jung und rein;
      in seinen Ranken schenkend ausgeschwungen
      und doch versunken in sein Rose-sein;
    
      die flachen Blüten, da und dort schon offen,
      jegliche ungewollt und ungepflegt:
      so, von sich selbst unendlich übertroffen
      und unbeschreiblich aus sich selbst erregt,
    
      ruft er dem Wandrer, der in abendlicher
      Nachdenklichkeit den Weg vorüberkommt:
      Oh sieh mich stehn, sieh her, was bin ich sicher
      und unbeschützt und habe was mir frommt.
    
         1924 

Ohne ein bisschen Werbung geht es nicht. Ich bitte um Nachsicht, falls diese nicht immer ganz Themen-gerecht sein sollte.
Dautels ZUM-Materialien: Google-Fuss

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