Naturlyrik Überlegungen und Arbeitsvorschläge

Landschaftsbeschreibungen in der deutschsprachigen Literatur

Beispiele

Einordnungen - Definitorisches

Landschaft als Offenbarung

Gestaltete Landschaft - Landschaft klassisch

Friedrich Schillers große und großartige "Elegie" (1795) ist zwar "Der Spaziergang" überschrieben, gleicht aber eher einer Wanderung, die durch eine realistisch geschilderte Landschaft in die Vorzeit der Menschheit führt und dann zu einem idealisierten Gang durch die Menschheitsgeschichte wird.

Friedrich Schiller, "Der Spaziergang"
    [...]
    Frei empfängt mich die Wiese mit weithin verbreitetem Teppich;
        Durch ihr freundliches Grün schlingt sich der ländliche Pfad. 
    Um mich summt die geschäftige Bien', mit zweifelndem Flüge
        Wiegt der Schmetterling sich über dem röthlichten Klee. 
    Glühend trifft mich der Sonne Pfeil, still liegen die Weste,
        Nur der Lerche Gesang wirbelt in heiterer Luft. 
    Doch jetzt braust's aus dem nahen Gebüsch: tief neigen der Erlen
        Kronen sich, und im Wind wogt das versilberte Gras; 
    Mich umfängt ambrosische Nacht; in duftende Kühlung
        Nimmt ein prächtiges Dach schattender Buchen mich ein. 
    In des Waldes Geheimniß entflieht mir auf einmal die Landschaft,
        Und ein schlängelnder Pfad leitet mich steigend empor. 
    Nur verstohlen durchdringt der Zweige laubigtes Gitter
        Sparsames Licht, und es blickt lachend das Blaue herein. 
    Aber plötzlich zerreißt der Flor. Der geöffnete Wald gibt
        Überraschend des Tags blendendem Glanz mich zurück. 
    Unabsehbar ergießt sich vor meinen Blicken die Ferne,
        Und ein blaues Gebirg endigt im Dufte die Welt. 
    Tief an des Berges Fuß, der gählings unter mir abstürzt,
        Wallet des grünlichten Stroms fließender Spiegel vorbei. 
    Endlos unter mir seh' ich den Äther, über mir endlos,
        Blicke mit Schwindel hinauf, blicke mit Schaudern hinab. 
    Aber zwischen der ewigen Höh' und der ewigen Tiefe
        Trägt ein geländerter Steig sicher den Wandrer dahin. 
        [...]
zit. nach Projekt Gutenberg-De.

Innere Landschaften - Gemütslandschaften

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Einen elegischen Blick auf eine noch heile (DDR-)Land(wirt)schaft wirft das lyrische Ich in Sarah Kirschs Gedicht „Sommer“ aus dem Band „Rückenwind“ (1976). Darin heißt es

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