Das Wölflein

und

die Katze

Es war ein sonniger Tag und der Machthaber des Königreiches saß auf seinem drei Meter hohen Thron. Der König streichelte seine Katze und diese genoss die Daseinsfreude. Die Gesandten seiner Majestät huldigten der Katz` in allen erdenklichen Formen.

Zu dieser Zeit war es für das kleine Wölflein fragwürdig wie lange es noch leben würde. Die anderen Wölfe ließen den kleinen Wolf offensichtlich nie mehr an die Beute. Das Wölflein lebte im Wald und bekam deshalb nichts. Nein, der Wolf musste sich seine Beute selbst fangen, doch gerade dies konnte er nicht.

Plötzlich begegneten sich der kleine Wolf und die Königskatze. Die Katz` sprach : ,,Weshalb bist du hier und nicht bei all den anderen?"
Das Wölflein erzählte der Katze seine Geschichte. Mit einem Male riss die Katz` ihre goldenen Augen auf. Sie sah eine kleine, schwarze Maus. Das Wölflein erschrak, denn die Katze sprang, schnell wie der Blitz, auf das Mäuschen. Glücklich fraß die Katz` ihre Beute. Das Wölflein litt unter momentanem Unmut und Neid, denn wie gerne würde es lediglich an einem kleinen Stück der Beute teilhaben.

Die halbe Maus hatte die Katze gefressen, bis sie sich auf den Boden legte, den Wolf anblinzelte und erzählte wie man seine Beute fängt.

Als sie ihren Vortrag an das Wölflein gehalten hatte und dieser die Maus verspeist hatte, sprang die Katz`in das Gestrüpp und verschwunden war sie.

Der Wolf schaute verwundert in den dunklen Wald hinein und wünschte sich für immer mit so einer guten Jägerin zu leben, denn so hätte er einen Freund und er müsse nicht mehr hungern.

Die Katze brachte dem König nun eine Maus in sein Bett. Dieser erschrak so sehr, dass er seine Diener herbei wünschte und ihnen erzählte, dass er so etwas noch nie erlebt hatte und er die Katze nie mehr sehen wolle.

Ja, Glück im Unglück, nennt man dies, wenn eine Königskatze aus dem Schloss geschmissen wird, aber das Wölflein nun eine Freundin fürs Leben besaß.

The end

Sandra und Simone


   

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