René Descartes - Discours de la méthode pour bien conduire sa raison, et chercher la verité dans les sciences.
Leyden 1637
(Ausführungen über die Methode seine Vernunft gut zu gebrauchen und die Wahrheit in den Wissenschaften zu suchen.)
Vierter Teil - Aufgabenvorschläge
1. Welche Stellung nimmt der Mensch in Descartes Ausführungen ein?
2. Wie denkt Descartes über Gott?
2.01 Schlage hierzu in einem Lexikon oder philosophischen Wörterbuch den Begriff "Ontologischer Gottesbeweis" nach (oft auch unter "Gottesbeweis, ontologischer")!
2.02 Wie wird der Begriff "Vollkommenheit" benutzt?
3. Auf welchem Wege läßt sich nach Descartes Gewißheit erreichen?
3.1 Auf welchen Wegen nicht ?
3.2 Warum nicht ?
4. Versuche in einer Pfeilskizze die Argumentation Descartes abzubilden!
5. Versuche, dich begründet gegen Descartes zu wenden. Benutze z. B. den sensualistischen Standpunkt.
6. John Locke vertrat die auf Demokrit zurückgehende These, nichts sei im Denken, was nicht vorher im Sinne gewesen sei ("Nihil est in intellectu, quod non fuerit in sensu").
Was spricht für diese These? Was spricht dagegen?
Wie behandelt Descartes eine solche Ansicht?
7. Kannst Du Anhaltspunkte für die gängige Kritik an Descartes finden, er zerteile den Menschen, d. h. er löse die menschliche Person auf, bzw. zumindest hätten seine Gedanken diese Konsequenz?
8. Betrachte die logische Struktur des Satzes "Ich denke, also bin ich".
Ist Deiner Ansicht nach der Satz "Ich denke, also bin ich" eine Schlußfolgerung?
8.1 Siehst Du Probleme?
8.2 Wenn der Satz nicht als Schlußfolgerung zu verstehen wäre, wie könnte man ihn dann verstehen?
9. Wenn Descartes nur die "deutlichen und die "unterscheidbaren" Erkenntnisse gelten lassen will ("règle générale, que les choses que nous concevons fort clairement et fort distinctement, sont toutes vraies", vergleiche den dritten Absatz), so kommt es durchaus in besonderem Maße auf diese beiden Begriffe an.
9.1 Aus welchem Bereich kommen sie? Was bedeuten sie wörtlich genommen?
9.2 Siehst Du Probleme?
10. Vergleich mit Dschuang Dsi.
11. Referatthemen (Vorlage: Lexikon, philosophisches Wörterbuch):
Intuition, Sensualismus, Rationalismus, Empirismus, Descartes Lebensdaten
12. Referatthemen für gute bis sehr gute Schüler:
Schlage nach: "Evidenz", "Illuminationstheorie"! - Wende die Informationen auf den Text Descartes' an! Wo gibt es Berührungspunkte?
Vergleiche Edmund Husserls Kritik an Descartes (Edmund Husserl - Cartesianische Meditationen, insbesondere § 10f)!
13. Zusatztext
"Es denkt, sollte man sagen, so wie man sagt: es blitzt. Zu sagen cogito, ist schon zu viel, so bald man es durch Ich denke übersetzt. Das Ich anzunehmen, zu postuliren, ist praktisches Bedürfniß."
Lichtenberg
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© 1996 Hans-Heinrich Fortmann