Broschüren "Online": Europa 2000

EUROPA 2000 
Der Binnenmarkt 
Was ist ein Binnenmarkt?
Ein Binnenmarkt ist ein Gebiet ohne Grenzen für alles, was sich im wirtschaftlichen Geschehen von einem Ort zu einem anderen bewegen soll, seien es verkaufte Waren, arbeitsuchende Menschen, angebotene Dienstleistungen oder das notwendige Kapital. Ein Binnenmarkt war bisher gewöhnlich identisch mit dem Hoheitsgebiet eines Staates, also beispielsweise dem Gebiet Deutschlands oder Österreichs.

Das wirtschaftliche Geschehen in einem Binnenmarkt wird durch viele Gesetze, Verordnungen und Normen geregelt, z.B. über Arten und Höhe von Steuern, über die Zulassung von Lebensmitteln, über staatliche Sozialleistungen und tausenderlei mehr. Sie sind zum großen Teil verschieden von Regulierungen anderer Binnenmärkte, zum Teil sogar absichtlich entgegengerichtet, um die heimische Wirtschaft vor Konkurrenz aus dem Ausland zu schützen.

Ein gemeinsamer Binnenmarkt entsteht also noch nicht, wenn zwei oder mehrere Staaten untereinander nur sämtliche Zölle aufheben und eine Freihandelszone oder eine Zollunion bilden. Auch dann bleiben ihre Grenzen unter staatlicher Kontrolle, können Güter, Dienstleistungen, Kapital und Personen nicht frei von einem Staat in den anderen gelangen, gibt es keine oder nur eingeschränkte Freizügigkeit für Arbeitnehmer, keine Niederlassungsfreiheit für Handwerker und Unternehmen. All diese Beschränkungen müssen in einem gemeinsamen Binnenmarkt aufgehoben sein.

Damit dies in der EU ab 1993 möglich wurde, mußten Hunderte von unterschiedlichen Gesetzen, Verordnungen oder Normen geändert, aufgehoben, einander angepaßt oder gegenseitig anerkannt werden, damit alle Personen und Unternehmen die gleichen Chancen, Rechte und Pflichten haben.

 
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