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Ethik in Sachsen

Ich weiß, dass ich nichts weiß. (Sokrates)


Aufgaben / Ziele des Ethikunterrichts

Vom Bildungsauftrag der Schule her führt der Ethikunterricht in anthropologische und ethische Sichtweisen und Problemstellungen ein, die die Grundlagen der menschlichen Existenz sichtbar machen und die verdeutlichen, dass der Mensch und die Gesellschaft auf Sittlichkeit angewiesen sind. Wesentlicher Bezugspunkt für den Ethikunterricht ist die Sinnfrage menschlichen Lebens. Handlungen des einzelnen oder der Gesellschaft sind verantwortlich an Grundsätze gebunden. Erst auf dem Fundament der Grundwerte ergeben sich Grundrechte, die es wiederum nicht ohne Grundverpflichtungen gibt.
In seinem inhaltlichen Festlegungen stützt sich der Lehrplan auf die sittlichen Grundsätze, auf denen unser Grundgesetz und die Menschenrechtserklärungen der Vereinten Nationen beruhen, z. B. Menschenwürde, Freiheit, Toleranz, Gerechtigkeit, Gewaltlosigkeit. Dabei geht es jedoch nicht um eine politisch-soziologische Interpretation, sondern um die Verdeutlichung ihrer ethischen Relevanz. Es gilt, die Schüler mit den Grundwerten vertraut zu machen, ihre Urteilsfähigkeit zu entwickeln und sie zu einem weltorientierten Handeln zu befähigen.
Ziel ist die Übernahme von Verantwortung in verschiedenen Lebensbereichen.

In einer Zeit schneller gesellschaftlicher Veränderungen und der Verunsicherung hat dieses Fach einen großen Beitrag zu leisten, um den Verlust von Orientierung und Sinnhaftigkeit des Lebens weiter Teile der Jugend abzufangen und Hilfen zur individuellen Lebensgestaltung und Lebensbewältigung zu geben. Für den Ethikunterricht in keiner pluralistischen Gesellschaft ist es unerlässlich, unterschiedliche weltanschauliche Standorte aufzuzeigen und sich mit ihnen auseinander zusetzen, Der Unterricht darf in keiner Weise ideologisch indoktrinieren, muss aber auch die Gefahr der Indifferenz vermeiden.

Alle Lehrplaninhalte und Lernziele bilden eine Einheit, Die Selbstfindung des einzelnen ist vom Zusammenleben mit den anderen Menschen nicht zu trennen, Das Zusammenleben der Menschen ist, ethisch gesehen, an Werten orientiert, Die sittliche Entscheidungsfähigkeit des einzelnen ist Voraussetzung für ein sinnvolles Leben.
Die Tiefe der Sinnfrage erschließt sich aber erst in der Auseinandersetzung mit weltanschaulichen, religiösen und philosophischen Deutungsansätzen.

Religionen im Ethikunterricht

Bei diesem Unterrichtsschwerpunkt geht es nicht um die Beeinflussung in missionarischer Absicht, sondern um Information, Vertiefung des Allgemeinwissens und um die Weckung von Verständnis für verschiedene religiöse Weltdeutungen, Es sollte aber für die Schüler erfahrbar werden, dass der Mensch seine Existenz in übergreifenden Zusammenhängen deuten kann, Religiöse Begriffe sollten mit Einfühlungsvermögen und in toleranter Haltung vermittelt werden.

(Zusammenstellung: E. Dreßler)

 

 

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© C. Busse 28 Mai 2005

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