Ausgangspunkt: Zitate aus der Metaphysik
des Aristoteles
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"Falsch ist es, vom Seienden zu
sagen, es sei nicht, und vom Nichtseienden, es sei, Wahr ist es, vom
Seienden zu sagen, es sei, und vom Nichtseienden, es sei nicht. Also wird
jeder, der sagt, etwas sei, oder sagt, etwas sei nicht, entweder wahr oder
falsch reden."
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"Denn das Wahre enthält eine
Bejahung gemäß einem Verbundensein oder eine Verneinung gemäß einem
Getrenntsein , das Falsche aber enthält das, was dieser Scheidung
widerspricht... Das Falsche und das Wahre sind ja nicht in den Sachen selbst
- als ob etwa das Gute wahr und das Schlechte ohne weiteres falsch wäre - ,
sondern in der Überlegung."
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er erläutert weiter: "dass
derjenige die Wahrheit denkt, der beim Getrennten Getrenntsein und beim
Verbundenen Verbundensein annimmt, derjenige aber irrt, der das Gegenteil
von dem meint, was bei den Sachen selbst besteht... es ist nämlich dies: du
bist nicht deshalb weiß, weil wir der Wahrheit gemäß annehmen, du seiest
weiß; sondern weil du weiß bist, deshalb reden wir wahr, wenn wir das
behaupten."
Seine Erörterungen über die Logik und
den Gang des Erkennens sind eher von materialistischen Gedanken durchdrungen.
Aristoteles meint, dass die Formen des Denkens den Formen des Seins entsprechen
müssen.
Er sah als erster in der Wahrheit nicht
eine Eigenschaft der realen Gegenstände oder idealer Wesenheiten, sonder suchte
sie in der Relation zwischen den vom erkennenden Subjekt formulierten Aussagen
und dem erkannten Objekt.
Er bestimmte die Wahrheit als Übereinstimmung der Erkenntnis mit der Realität.
Damit wendet er sich gegen seine Lehrer
Platon und dessen Ideenlehre.
Wichtige Argumente gegen Platons Ideenlehre
sind:
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Platon verdoppelt überflüssigerweise
die Welt. (Welt der Ideen - Welt des Sichtbaren)
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Das Wesen der Dinge kann unmöglich
außerhalb der Dinge bestehen.
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Die Ideen können weder das Sein noch die
Bewegung der Naturgegenstände verursachen.
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Das Verhältnis zwischen Idee und
Naturgegenständen kann nicht erklärt werden.
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Platon hat die Existenz keiner einzigen
Idee wirklich bewiesen.
Siehe auch: Helmut Seidel - Aristoteles und der
Ausgang der antiken Philosophie (Vorlesungen zur Geschichte der Philosophie)
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