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Ethik in Sachsen

Ich weiß, dass ich nichts weiß. (Sokrates)


Unterschiede zwischen den Religionen

 

(Judentum, Christentum und Islam)

Judentum:

Judentum, die allen Juden gemeinsame Religion, Glauben an einen allmächtigen geistigen Gott, an den Offenbarungscharakter des Gottesdienstes, an die Auserwähltheit des jüd. Volkes, an das Kommen des Messias und die Errichtung eines Reiches von Friede, Liebe, Recht als Schöpfungsziel, Gehorsam gegenüber dem Gesetz, dessen Quelle die Bibel ist, insbesondere. die Bücher Mose (Thora) und die Schriften der Propheten (Tenach).
 
Zentrum des Gottesdienstes ist die Synagoge, ein Abbild des Tempels in Jerusalem, wöchentlicher Festtag absoluter Ruhe der Sabbat (Sonnabend), Jahresfeste sind Passah, Laubhüttenfest, Neujahr, Yom Kippur (Versöhnungstag), Chanuka (Einweihungsfest, zur Erinnerung an die Einweihung des Tempels im Jahre 163 v. Chr.), Purim.
Orthodoxe Juden beachten auch heute noch auf das strengste die Speisegesetze von Moses, das Essen koscherer Speisen, das Schächten von Schlachttieren.

      • Juden = auserwähltes Volk
      • trotz Verfolgung und Unterdrückung am Glauben an „Ihr“ Land (Israel)   festgehalten
      • der Messias wird in unbestimmter Zukunft kommen

Christentum:

die auf Jesus (Christus) von Nazareth beruhende Weltreligion. Ihre Grundlage ist die Offenbarung, die dem Menschen den Weg zum Heil weist. Das Ch. hat in der Geschichte vor allem der westlichen Welt eine entscheidende Rolle gespielt. Vom 1. bis zum 4. Jh. verbreitete es sich in allen Ländern um den Mittelmeerraum, vom 4. bis zum 13. Jh. fand die Bekehrung der keltischen, romanischen und germanischen Völker statt. Das Schisma von 1054 führte zur Teilung in die römisch-katholische und die orthodoxe Kirche. Die Reformation im 16. Jh. brachte eine weitere Aufsplitterung in einzelne Glaubensgemeinschaften. Heute offenbart sich ein erneuter Drang zur christlichen Einheit, z.B. in der ökumenischen Bewegung, dem Weltkirchenrat und dem 2. Vatikanischen Konzil.

      • sehen sich als Erben und Fortsetzer des Volkes Israel
      • in Jesus Gestalt ist der Messias als Erlöser bereits erschienen
      • durch seinen Tod am Kreuz hat er die Menschheit gerettet
      • Jesus ist Gottes Sohn (bildet mit Vater und heiligen Geist die Trinität)

Islam:

Religion der Muslime, wörtlich "vollkommene Hingabe" (an Allah, den einzigen Gott), begründet durch Mohammed (zw. 600 und 632), Grundlage der Koran ("Wort Gottes") und die Tradition und das Leben des Propheten (Sunna), in denen christliche und jüdische Elemente verarbeitet sind.

Pflicht jedes Muslim (Gläubigen) ist das fünfmalige tägl. Gebet, das Geben von Almosen, das Fasten am Tage während des Ramadan, die Wallfahrt nach Mekka; sein Lohn ist der Eingang in das Paradies.

Der I. wurde durch die arab. Eroberungen (Syrien, Mesopotamien, N-Afrika) zur Weltreligion.

Zahlr. Sekten: Schiiten, Sunniten, Fatimiden, Assassinen, Wahhabiten u.a.

Der I. kennt keine Priester, die Ulemas sind theolog. Juristen, die Imams Vorbeter. Die Ausbreitung des I. nimmt immer noch schnell zu, z.Z. ca. 550 Mill. Anhänger.

      • kennen Jesus auch, lehnen ihn aber als Messias ab
      • hoffen auf einen Erlöser, den sie Mahdi nennen
      • Jesus ist nicht Gottes Sohn, sondern ein großer Prophet, der   Mohammed vorausgegangen  ist
      • Gott ist einzigartig
      • Gott hat sich den Menschen mehrfach offenbart (z.B. in der Bibel) - der   Koran ist aber Gottes abschließendes Wort
      • Mohammed ist der letzte Prophet, der Gottes Wort überbracht hat

Unterschiede im Handeln und Organisation
 

      • Christentum hat sich im Rahmen einer kirchlichen Organisation entwickelt
      • es existierte eine Vielzahl von Konfessionsgruppen
      • Juden und Muslime besitzen keine kirchliche Organisation
      • sie haben Andersdenkende meist geduldet und eine Vielzahl von Meinungen erlaubt
      • Schrift- und Gesetzesgelehrte prägten die öffentliche Darstellung der
      • Religion (Rabbiner, Ulemas)

(Eine Erarbeitung der eingerückten Stichpunkte ist z. B. möglich mit dem Militzke Band 2 S. 158)

 


 

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© C. Busse 28.05.2005

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