Ist es heutzutage noch möglich, SchülerInnen für ein derartiges Thema zu motivieren? Ist es noch zeitgemäß und angemessen, sich mit dem in (fast) allen Lehrwerken der Oberstufe zu diesem Thema aufgeführten Materialien auseinanderzusetzen? Kommt das bei den SchülerInnen überhaupt noch "an" ?Wir - ( LK Französisch 12-2 ) - haben eine äußerst verblüffende Erfahrung gemacht: es trifft - und dies nicht nur bei unseren SchülerInnen, sondern auch und gerade in Frankreich - auf ein ungebrochenes Interesse.
Diese Erfahrung haben zumindest wir anläßlich unserer Teilnahme am TROISIEME FESTIVAL DES LYCEES D'AQUITAINE in PAU am 16. und 17. Mai 2002 machen können.
Davon möchte diese Dokumentation Mitteilung machen und zur Nachahmung motivieren.
Hochmotiviert von der Möglichkeit, an diesem Festival aktiv teilnehmen zu können, haben die SchülerInnen aus dem Halbjahresthema "Occupation et résistance - Les rapports franco-allemands" ein Projekt fortgeführt, in welchem sie, basiert auf Themen und Texten aus dem Unterrichtsverlauf, ein kleines JEU DE SCÈNE in Gruppenarbeit erstellt haben, das sie dann auf dem Festival aufgeführt haben.
Zu unserer großen Überraschung hatte sich eine Gruppe französischer lycéens mit dem gleichen Thema aus ihrer Sicht beschäftigt, um sich ebenfalls aktiv an diesem Festival in der Domaine «Théâtre» beteiligen zu können:
Sujet: « Blessures de guerre, mémoires encombrées et meurtries »
Domaine: ThéâtreDescription du projet: Ecriture d'un receuil de LETTRES de soldats, de prisonniers, de maquisards, de juifs, de miliciens et d'autres personnes adressées à leurs familles pendant la Seconde Guerre Mondiale. Oraliser ces lettres sous forme de SAYNETES
Diese von den SchülerInnen des 'Second Cycle' vom LYCEE PROFESSIONEL ANDRE LOMET in AGEN selbst verfassten Texte, die ebenfalls aus dem Unterricht erwachsen sind und von einem sehr differenzierten Kenntnisstand der historischen Ereignisse sowie einem hohen emotionalem Engagement zeugen, wurden vor einem großen Publikum mit viel Erfolg vorgetragen.