Das Barockschloß am Oberrhein
| Die Architektur der Barockschlösser am Oberrhein
richtete sich wie im übrigen Europa nach dem Vorbild, das der
französische König Ludwig XIV. ab 16...
in Versailles errichtete. Er schuf dort eine Verbindung von
planmäßig angelegter Stadt,
Residenzschloß und einem Garten, in dem die
Natur dem planerischen Willen des Menschen unterworfen wurde, die bald in
ganz Europa nachgeahmt wurde.
Am Oberrhein ist es vor allem Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, der "Türken-Louis", der in Rastatt als erster und am getreuesten das französische Vorbild kopierte. Sein Vetter, Markgraf Karl von Baden-Durlach, begann 1715 mit dem Bau von Stadt und Schloß Karlsruhe, 1720 wurde in Bruchsal durch den Bischof von Speyer und in Mannheim durch den Kurfürst von der Pfalz jeweils der Grundstein für moderne Barockresidenzen gelegt. Schluss- und Höhepunkt in der Entwicklung des Barockschlosses am Oberrhein ist das Schwetzinger Schloss mit seinem Schlosspark. Das klassische Barockschloß bestand aus dem Corps de Logis, dem davor liegenden Ehrenhof (Cour d'Honneur) und seitlich langgestreckten Seitenflügeln. Es war grundsätzlich in seiner Anlage, seinem Grundriß und in seiner Architektur auf die davor liegende Stadt bezogen. |
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