Spätmittelalter am Oberrhein

Weihnachtsbräuche am Oberrhein

Auch Weihnachtsgeschenke gab es schon im Mittelalter. In Freiburg ist bereits im 13. Jahrhundert Weihnachtsgeld in Form von „Weihnachtspfennigen" überliefert.
Die durften allerdings laut Rechtsverordnung nur „innerhalb des Hauses", also an die Familienmitglieder und das Gesinde, ausgegeben werden.
Man schenkte sich gegenseitig Wein, Lebkuchen und Konfekt, stattete Neujahrsbesuche ab und schickte sich Neujahrsgrüße in Form von bunten Holzschnitten mit Darstellungen des Christkinds und Spruchbändern die „viel gut Jahr" und „ein langes Leben" wünschten. Äußerst beliebt war das Verschenken von Springerle und Lebkuchen, ein Brauch, der sich bis heute in oberrheinischen Klöstern erhalten hat. Im Zisterzienserinnen-Kloster Güntersthal bei Freiburg wurden nach den Aufzeichnungen der Priorin im Jahre 1512 89 Lebkuchen von bis zu 12 Pfund Gewicht gebacken. Noch heute verschenkt die Zisterzienserinnen-Abtei Lichtental (Baden-Baden) jedes Jahr Springerle, die mit alten Modeln verziert werden. Die Lichtenthaler Springerle-Model aus dem 15. Jahrhundert sind über Weihnachten in der Ausstellung zu sehen.

Die Rezepte für Springerle, original mittelalterliche Pfefferkuchen oder für einen wohl schmeckenden Gewürzwein gibt’s in der Ausstellung oder bei uns im Internet.

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