Die Vorgänger des Großen Fasses
Das
erste "Große Fass" wurde unter Kurfürst Johann
Casimir 1591 mit einem Fassungsvermögen
von fast 128 000 Litern gebaut.
Das
zweite Fass mit fast 200 000 Litern geht auf Kurfürst Karl
Ludwig zurück, der es 1664 in Auftrag gab, nachdem das erste
Fass im Dreißigjährigen Krieg vermutlich schwer beschädigt
worden war. Dieses Fass trug oben einen Tanzboden für Feste
der höfischen Gesellschaft. Eine Treppe führte nicht
nur auf dem Tanzboden hinaus, sondern auch um das Fass herum,
um seine Besichtigung von allen Seiten zu ermöglichen.
Dieses Fass wurde 1702 notdürftig und ohne
durchgreifenden Erfolg repariert und schließlich unter Kurfürst
Karl Philipp 1724 und 1727/28 grundlegend erneuert. Das Ergebnis
fasste 4700 Liter mehr als das Fass Karl Ludwigs.
In der Verbindung von Fassbau und Tanzboden zeigt
sich bereits, dass es sich hier weniger um ein technisches Gerät
der Weinlagerung handelte, sondern eher um ein Prestigeobjekt
der fürstlichen Selbstdarstellung.
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