Heidelberg - Stadtgeschichte

 

 


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Heidelberg in der Neuzeit

Wiederaufbau

Nachdem der Frieden von Rijswijk 1697 den Pfälzischen Erbfolgekrieg beendet hatte, begann unter der Herrschaft von Kurfürst Johann Wilhelm der Wiederaufbau Heidelbergs. Man behielt den alten Grundriss bei und baute auf den Fundamenten der zerstörten Gebäude neue Häuser im Barockstil. Bis heute hat die Stadt dieses Gesicht als Barockstadt auf mittelalterlichem Grundriss bewahrt. Zwar herrschte seit dem Westfälischen Frieden Religionsfreiheit, doch förderten die nunmehr katholischen Kurfürsten den Katholizismus und siedelten in Heidelberg Jesuiten an. In der Altstadt entstand ein ganzes Jesuitenviertel mit Jesuitenkirche, -kolleg und -gymnasium. Durch die Gegenreformation konvertierte schließlich ein Drittel der Bevölkerung Heidelbergs zum katholischen Glauben. An die Rekatholisierung der Stadt erinnern die Mariensäule auf dem Kornmarkt und die zahlreichen Madonnenstatuen an den Häusern der Altstadt, mit denen wohlhabende katholische Bürger ihr Bekenntnis zur Schau stellten. In vielen reformierten und lutherischen Kirchengebäuden, die nunmehr als Simultankirchen von den Katholiken mitbenutzt wurden, baute man Trennwände. In der Heiliggeistkirche etwa wurde eine solche erst 1936 wieder entfernt.

Text: Wikipedia (leicht verändert und ergänzt)
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