Heidelberg - Stadtgeschichte

 

 


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Heidelberg im 20. Jahrhundert

Nachkriegszeit

Das unversehrte Heidelberg zog nach dem Zweiten Weltkrieg viele ausgebombte und vertriebene Deutsche an. So betrug die Einwohnerzahl der Stadt 1946 bereits 111.800, während sie vor dem Krieg noch bei 85.000 gelegen hatte. Heidelberg wurde Teil der amerikanischen Besatzungszone und Standort hoher Kommandostellen der US-Armee und der NATO. Dafür enteigneten die amerikanischen Behörden Immobilien, was zunächst für Unmut sorgte. In den 1950er Jahren entstanden im Süden Heidelbergs zwei Siedlungen, das Mark-Twain-Village und das Patrick-Henry-Village, als Wohnort für die amerikanischen Soldaten und ihre Familien. Der amerikanische Einfluss ist in der Stadt seitdem stark spürbar: Die Stadt ist Sitz des NATO-Landhauptquartiers Mitteleuropa und des Hauptquartiers der 7. US-Armee, der amerikanische Armeerundfunk AFN sendet aus Heidelberg und in der Stadt leben tausende amerikanische Armeeangehörige samt ihrer Familien.

Anfangs gehörte Heidelberg zum 1945 von der amerikanischen Militärregierung gegründeten Land Württemberg-Baden. Bestrebungen der Nachkriegszeit, die alte Kurpfalz, deren linksrheinischer Teil nun in der französischen Besatzungszone lag und zum Land Rheinland-Pfalz gehörte, wiederherzustellen, scheiterten letztendlich.[31] Im Jahr 1952 vereinigte sich Württemberg-Baden nach einer Volksabstimmung mit den Ländern Baden und Württemberg-Hohenzollern zu Baden-Württemberg.

Die Ruprecht-Karls-Universität war von den amerikanischen Besatzungstruppen im April 1945 geschlossen worden, nach einer Entnazifizierung nahm sie im Januar des nächsten Jahres als erste westdeutsche Hochschule den Lehrbetrieb wieder auf. Schon vor dem Krieg waren vereinzelte Einrichtungen der Universität vom Altstadtcampus nach Neuenheim auf die andere Neckarseite verlegt worden - etwa der Botanische Garten oder das Physikalische Institut (an den Philosophenweg). Ab 1951 begann man dann mit dem Aufbau eines komplett neuen Campus, des Neuenheimer Feldes, am westlichen Stadtrand. Mitte der 1970er Jahre war der Ausbau des 120 Hektar großen Geländes im Wesentlichen beendet, heute beherbergt es zahlreiche naturwissenschaftliche und medizinische Institute, Kliniken, Forschungsinstitute und mehrere Studentenwohnheime.

Text: Wikipedia (leicht verändert und ergänzt)
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