Der spätgotische Chor der Kirche wurde im Zug
der Errichtung eines Kollegiatsstifts bei der Erhebung zur selbständigen
Pfarrei 1404 entsprechend groß geplant. 1414 wurde die Pfarrei
der Universität inkorporiert.
Die Heiliggeistkirche ist also keine bürgerschaftliche Kirche, sondern
war von Anfang an eine herrschaftliche, später eine Universitätskirche.
Ebenfalls aus der Bauzeit des 15. Jahrhunderts stammt
die Anlage der kleinen Buden um die Kirche, die allerdings immer
wieder erneuert wurden. Im Zug des barocken Wiederaufbaus der Stadt
nach 1698 sollten sie verschwinden, doch waren die Widerstände
und Beharrungskräfte stärker. |