Alexander Colin

 

(* Mechelen, um 1526; + Innsbruck, 17 Aug. 1612). Flämischer Bildhauer.

Colin war einer der führenden Bildhauer an den Habsburger Höfen in Innsbruck, Prag und Wien. Seine Arbeiten vor 1558 sind unklar. Colin könnte seine Lehrjahre um 1540 bei seinem Onkel Symon Colyns (1518–42), einem Bildhauer oder Steinmetz in Mechelen, absolviert haben. Dressler (1973) vermutete anhand von Stilvergleichen, dass Colin als junger Bildhauer in den 1540er Jahren in Fontainebleau war und dann nach Italien, möglicherweise nach Mailand ging. Sein Ruf war im März 1558 etabliert, als er mit 12 Gesellen die Arbeit an den Fassadenskulpturen des Ottheinrichsbaus im Heidelberger Schloss begann. 1559 oder 1560 kehrte er nach Mechelen zurück, wo er zwei Jahre später Marie de Vleeschouwer, möglicherweise die Tochter von Anthoni de Vleeschouwer (+ 1558), einem Bildhauser, dessen Nachfolge Colin in Heidelberg angetreten hatte. Im Spätjahr 1562 ging Colin nach Innsbruck, wo er die meiste Zeit arbeitete.

Am Maximiliansgrab in der Innsbrucker Hofkirche stammen die Figur des knienden Kaisers (1582/83), die 4 Kardinalstugenden (1569) sowie die Mehrzahl der Alabasterreliefs von ihm; in der Silbernen Kapelle die Marmorgrabmäler für Erzherzog Ferdinand II. (1588-96) und dessen Gemahlin Philippine Welser (1581); weiter die Tumba des Grabmals der Katharina von Loxan (um 1580). In Hall und Schwaz in Tirol, in Meran, in Murstetten und Maria Laach ( beide NÖ.) werden ihm weitere Grabdenkmäler und Epitaphe zugeschrieben.

(übersetzt aus artnet.com)

 

Werke

- in Surfin Süden:

Ottheinrichsbau, Heidelberger Schloss
Innsbruck, Hofkirche, Grabmal Kaiser Maximilians I.

- im Internet:

Innsbruck, Hofkirche, Grabmal Kaiser Maximilians I.
Desgl. (Überblick)
Innsbruck, Hofkirche, Silberne Kapelle
Tumba der Katharina von Loxan



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