Augustinermuseum Freiburg


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Das Augustinermuseum Freiburg, eines der großen kulturgeschichtlichen Museen am Oberrhein, entstand aus den in den 1880er Jahren von Oberbürgermeister Otto Winterer gegründeten Städtischen Sammlungen. Diese gehen ihrerseits auf eine bereits 1861 begonnene Sammlungstätigkeit zurück. Es hat seinen Namen von dem ehemaligen Augustinerkloster, in dessen Gebäuden es seit 1923 untergebracht ist. Da der Umbau nach dem Ersten Weltkrieg nur mit äußerst knappen Mitteln möglich war, wird der Gebäudekomplex seit 2004 saniert und modernen Erfordernissen gemäß umgebaut. Die Vollendung des 3. Bauabschnitts ist für 2017 geplant.

Blick in die Skulpturenhalle. Foto: Städtische Museen Freiburg - Augustinermuseum/ Axel Killian

Sammlungsschwerpunkte liegen auf den Originalskulpturen und den originalen Glasfenstern des Freiburger Münsters sowie auf mittelalterlicher Holzskulptur und Tafelmalerei, bei der oberrheinische Meister wie Matthias Grünewald, Lucas Cranach d.Ä. und Hans Baldung Grien vertreten sind. Der ehemalige Chorraum der Klosterkirche zeigt mit Skulpturen, Gemälden und Kleinplastiken prächtige und kunstvolle Arbeiten des Barock.

In der Schatzkammer finden sich bedeutende Arbeiten der Gold- und Silberschmiedekunst, darunter wertvolle Stücke aus dem Freiburger Münsterschatz, sowie hervorragende Bildteppiche.

Die Gemäldesammlung im Dachgeschoss hat ihren Schwerpunkt auf der Malerei des 19. Jahrhunderts, unter anderem mit Werken von Anselm Feuerbach, Franz Xaver Winterhalter und Hans Thoma.

Die Stadtgeschichtliche Sammlung des Museums ist ebenfalls Teil der Städtischen Museen und im Wentzingerhaus am Münsterplatz ausgestellt.
 

Gemäldezugwand im Depot. Foto: Städtische Museen Freiburg - Augustinermuseum/ Axel Killian

Bedingt durch die noch andauernden Umbauarbeiten können nicht alle Sammlungsgebiete des Museums präsentiert werden. Schwerpunkte liegen hier auf der angewandten Kunst und der Alltagskultur der Menschen zwischen Schwarzwald und Rhein vom Spätmittelalter bis heute. Ein wichtiger Bestand ist in diesem Zusammenhang die 1896 erworbene Schwarzwaldsammlung von Oskar Spiegelhalder mit dem Schwerpunkt Schwarzwaldglas. Weitere Spezialsammlungen sind die Uhrensammlung Ehrensberger und die Sammlung Hämmig-Glinz mit Straßburger und Durlacher Fayence sowie die Porzellansammlung Sommer. Besonders reich ist auch der Bestand an Keramik des 19. Jahrhunderts: handwerklich gefertigtes Geschirr vom Oberrhein und aus dem Elsass ist ebenso vertreten wie nach englischem Vorbild industriell erzeugtes aus Zell a. H., Hornberg und Schramberg.

Über das Augustinermuseum: Hermann Gombert: Von den Schätzen des Augustinermuseums. Kopie oder Anregung. BH 39 (1959) S. 150 - 161 (digitaler Reprint)

     

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