Der Archäologische Park Xanten ( APX )

Einführung

Um 100 n. Chr. verlieh Kaiser Trajan einer Siedlung am Niederrhein das Recht, den Titel Colonia zu führen. Die neue Stadt erhielt nach ihrem Gründer den Namen Colonia Ulpia Traiana. Nach der Provinzhauptstadt Köln war sie die größte Stadt am unteren Rhein.

Seit 1947 werden Ausgrabungen in der römischen Stadt betrieben, mit dem Ziel, die Stadtanlage zu erforschen und über den ausgegrabenen und erforschten Resten lebensgroße Modelle entstehen zu lassen. So wird insbesondere für Schüler die römische Vergangenheit erlebbar.

Eine wichtige Ergänzung zum Archäologischen Park ist das Regionalmuseum Xanten, in dem die Funde aus der Colonia Ulpia Traiana ausgestellt und erklärt sind.


Eine Schulklasse berichtet von ihrem Ausflug nach Xanten:

Janina Heitmann und Markus Heubach, Klasse 7a des Wüllenwebergymnasiums in Bergneustadt

 

IM MUSEUM

Der Grabstein des Marcus Ulpius Traianus hat mir sehr gefallen: Ich finde es unglaublich, wie man mit einfachen Mitteln riesige Steine in Kunstwerke verwandeln kann.

Die Rekonstruktion einer Wand hat mich am meisten beeindruckt. Die Wände der Römer waren meistens bunt und mit verschiedenen Sachen verziert.

Vor den Wänden der Römer standen oft stumme Diener, die aus Metall gestaltet waren. Die Diener hatten einen bunten Kranz aus Blumen auf dem Kopf und stellten einen nackten Griechen dar. Außerdem trug der Diener ein Tablett in der Hand. Nur die reichen Leute konnten sich solch einen Diener leisten.

Sehr interessant sind auch die Kleidungsstücke, die von den alten Römern getragen wurden. Man hat sie übereinander angezogen. Ich frage mich, ob sie nicht geschwitzt haben ? ! ?

 

IM ARCHÄOLOGISCHEN PARK

Bei der Führung durch die Stadt " Colonia Ulpia Traiana ", die vom römischen Kaiser Trajan gegründet worden ist ( 78 -119 n. Chr. ), gefiel mir der Hafentempel und das Amphitheater am besten. Beide wurden auf ihren Grundrissen neu erbaut.

Der Hafentempel war die " Eizelle " und auch das Heiligtum der Bewohner der Stadt. In der Arena des Amphitheaters, das ca. 20.000 Leute faßte, wurden damals sogar Bärenkämpfe ausgetragen, z.B. Bär gegen Bär oder sogar Bär gegen hilflose Gladiatoren.

Auch die Wand- und Bodenheizung im Bad waren sehr beeindruckend. Der Boden konnte bis zu 40 Grad geheizt werden, so dass man nur mit Holzsandalen herumlaufen konnte. Die Heizung funktionierte, indem der Boden der Häuser auf Tonpfählen erbaut wurde. Dadurch kam von der Seite erwärmte Luft unter das Haus und erwärmte den Boden. Die Wandheizung funktionierte, indem die Wand aus hohlen Ziegeln gebaut war. So konnte die warme Luft unter dem Haus her in die Wand eindringen.In den Badehäusern wurde noch zusätzlich ein Feuer unter dem Boden entfacht, so dass das Wasser sich erwärmte und warm blieb.

Auf den Tonscheiben der Pfähle waren Abdrücke von Hundepfoten zu sehen. Die Römer hatten wahrscheinlich absichtlich Hunde über die weichen Tonscheiben laufen lassen ( wahrscheinlich aus Aberglaube ). Manchmal waren die Spuren sogar verwischt, da, wenn die Hunde nicht gehen wollten, sie durchgezogen wurden.


Informationen:

Archäologischer Park Xanten

Wardter Straße, Tel. 02801/29 99

TABERNA: Römisches Restaurant/Imbiß in der Herberge Tel.: 02801/3415 oder 3416

Kletterspielplatz, Tischtennisplatte, römisches Spielehaus für Kinder, weitläufige Rasenflächen fürs Picknick und zum Ballspielen

Museumspädagogik

Informationen und Beratung zu Führungen und Aktionsprogrammen. Für Schulausflüge bitte Broschüre " In Action " anfordern: Tel.: 02801/7194-20 - Fax: 02802/712-149

Führungen

für Gruppen und Schulklassen bis 30 Personen, Dauer etwa 1 Stunde, Voranmeldung über

Fremdenverkehrsamt der Stadt Xanten im Rathaus am Markt: Tel.: 02801/772-238 oder -298   Fax: 02801/772-209

 

Literatur

Neben einer Fülle von Literatur zu diesem Thema sei zur unterrichtsparaktischen Verwendung nur auf folgenden Aufsatz hingewiesen:

Der Altsprachliche Unterricht ( AU ), Jahrgang XLI - Heft 4 + 5 - September 1998
( Hrsg. Friedrich Verlag in Zusammenarbeit mit Klett )

In der oben zitierten Zeitschrift ist ein Aufsatz von Manfred Drews erschienen, der den Titel trägt:

Alltag der Römer - Ein Besuch im Archäologischen Park Xanten

In diesem Aufsatz regt Manfred Drews zu einem Besuch des Archäologischen Parks an, indem er seine praktischen Erfahrungen mit Organisation und Verlauf sowie selbst erstelltem vorbereitendem Unterrichtsmaterial mitteilt.



letzte Aktualisierung: 24.02.02
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