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Götter in Rom

Autoren: Simone Schwelm/ Sanne Schumacher

GÖTTER IN ROM

 

 

Der Olymp

Das Gebirge im Norden Griechenlands mit seinem Olymp galt in der Antike als Sitz der Götter. 
Auf seinem Gipfel befanden sich die Paläste der Götter, die von Hephaistos, dem Gott der Metallbearbeitung, erbaut worden waren.
Der Eingang zum Olymp führte durch ein Wolkentor, dass von den als Göttinnen personifizierten Jahreszeiten bewacht wurde.
Jupiter hatte seinen Thron auf dem Olymp.
Die Götter ernährten sich nur von Nektar und Ambrosia und lauschten den Gesängen der Musen.     


 

 

Die zwölf Hauptgötter des Olymps

 

Römische  Götter

Griechische Entsprechung

Familiäre Beziehung

Zuständigkeit

Iupiter

Zeus

 

Obergott

Iuno

Hera

Göttergattin

Beschützerin der Jungfräulichkeit und der Ehe

Neptun

Poseidon

Bruder des Zeus

Meer

Pluto

Hades

Bruder des Zeus

Unterwelt

Vesta

Hestia

Schwester des Zeus

häuslicher Herd

Minerva

Athene

Kind des Zeus

Weisheit

Mars

Ares

Kind des Zeus

Krieg

Apollo

Apollon

Kind des Zeus

Gott des Lichtes, der Weissagungen, der Dichtkunst und der Musik

Diana

Artemis

Kind des Zeus

Jagd und Mond

Venus

Aphrodite

Kind des Zeus

Liebe

Merkur

Hermes

Kind des Zeus

Gott der Diebe u. Kaufleute, der Wissenschaft und Erfindung

Vulcanus

Hephaistos

Kind des Zeus

Feuer und Schmiede(-kunst)

 

1. Jupiter (Zeus)

    Zeus war in der griechischen Mythologie Himmelsgott und oberster Herrscher der olympischen Götter.
    Er galt als König der Götter und Vater der Menschen, nicht aber als Schöpfer, sondern als Beschützer und Herrscher der olympischen Familie und aller Menschen.
    Seine Symbole waren der Adler und die Eiche.

2. Juno (Hera, Gemahlin des Zeus)

    Hera war die Göttin der Heirat sowie Beschützerin. Sie war die Mutter von Ares, Hephaistos, Hebe (Göttin der Jugend) und Eilethyia (Geburtsgöttin).
    Hera war sehr eifersüchtig und verfolgte oft die Geliebten ihres Gatten und deren Kinder. Sie vergaß es nie, wenn sie von anderen verletzt wurde und war bekannt für ihre Rache.
    Wütend auf den trojanischen Prinz Paris, der ihr
    Aphrodite vorzog, unterstützte sie die Griechen im Trojanischen Krieg und war erst besänftigt , als Troja schließlich zerstört war.

3. Neptun ( Poseidon)

    Neptun war Meeresgott, Sohn des Gottes Saturn.
    Er war ursprünglich der Gott der Quellen und Flüsse. Erst ab dem 5.Jh. vor Christus begann man ihn mit dem griechischen  Meeresgott Poseidon gleichzusetzen.

4. Pluto (Hades)

    Pluto war der Gott der Reichtum spendenden Erdentiefe.
    Gemeinsam mit Gaia, Demeter, Kore, Hekate, Dionysos und Hermes zählte er zu den so genannten chthonischen Göttern (griech. chthon: Erde), den Gottheiten des Erdbodens, die Wachstum und Fruchtbarkeit schenkten und die Toten in ihr Reich aufnahmen.

5. Vesta (Hestia, Schwester des Zeus)

    Hestia war die jungfräuliche Göttin des Herdes. Ihrem Schutz unterstand das heilige Feuer auf den Altären (Opferaltären).
    Vor und nach den Mahlzeiten wurden Gebete an sie gerichtet.
    Obwohl sie nur in wenigen Mythen vorkommt, verfügten die meisten Städte über eine öffentliche Feuerstelle mit heiligem Feuer.
    In Rom wurde ihr Feuer von sechs jungfräulichen Priesterinnen, den vestalischen Jungfrauen, gehütet.

6. Minerva (Athene)

    Der Legende nach trat Athene aus dem Spalt im Haupt des Göttervaters Zeus hervor, bereits erwachsen und zum Kampf gerüstet.
    Der Vater vertraute seiner Lieblingstochter seinen, mit dem schreckenerregendem Kopf der Garga Medusa geschmückten Schild und seine wichtigste Waffe, den Donnerkeil, an.

7. Mars (Ares)

    Er war Gott des Krieges.
    Mars verkörperte mit seinen gewalttätigen und hitzigen Eigenschaften die brutale Natur des Krieges. Er war bei Göttern und Menschen gleichermaßen unbeliebt.
    Obwohl Mars wild und kriegerisch war, war er nicht unbesiegbar; auch nicht im Kampf gegen Sterbliche.

8. Apollo (Apollon)

    Er wurde als Sohn des Gottes Zeus und als Zwillingsbruder der Artemis geboren.
    Seine Schwester Artemis war die Beschützerin junger Frauen, während insbesondere Apollo für die jungen Männern des Ackerbaus und des Viehs, des Lichts und der Wahrheit zuständig war.
    Er lehrte den Menschen die Heilkunst.

9. Diana (Artemis)

    Diana war dieTochter des Gottes Zeus und Zwillingsschwester des Gottes Apollo.
    Sie war die Göttin der Jagd und der wilden Tiere, insbesondere der Bären.
    Sie war ebenfalls die Göttin der Geburt, der Natur und der Ernte.
    Als Mondgöttin wurde sie manchmal mit den Göttinnen Selene und Hekate gleichgesetzt.

10. Venus (Aphrodite)

    Venus war in der römischen Mythologie ursprünglich eine Göttin von Gärten und Feldern; später wurde sie mit Aphrodite, der griechischen Göttin der Liebe und Schönheit gleichgesetzt.
    Zu Zeiten des Römischen Reichs wurde sie unter verschiedenen Namen verehrt, die ihre Eigenschaften hervorhoben:
    als Venus Genetrix, weil sie die Mutter des Helden Aeneas war, dem Gründer des römischen Volkes;als Venus Felix, der Bringerin des Glücks;
    als Venus Victrix, der Bringerin des Sieges
    sowieVenus Verticordia, der Schützerin der weiblichen Keuschheit.
    Sie war mit
    Vulkanus verheiratet, dem sie jedoch oft untreu war.
    Unter ihren vielen Liebhabern waren
    Mars, der Kriegsgott, der hübsche Schäfer Adonis und Anchises, der Vater von Aeneas.
    Zudem galt Venus als Mutter von Amor, dem Gott der Liebe.

11. Merkur (Hermes)

    Merkur war Gott des Handels und Gewerbes. Später wurde er Hermes gleichgesetzt und übernahm dessen Attribute. Ihm zu Ehren wurde am 15. Mai ein Fest gefeiert.

12. Vulcanus (Hephaistos)

    Vulcanus war der Gott des Feuers.
    Vulcanus war ursprünglich eine altitalische Gottheit, die mit dem vulkanischen Feuer in Verbindung stand. Man setzte ihm den griechischen Gott Hephaistos gleich.

 

© WWG-Latein Freitag, 20. Oktober 2000