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2. 4 Humangenetik
Angesichts der enormen genetischen Kenntnisse heute einerseits und dem Wissen um die genetische Erblast des Menschen sind die Gesetzgeber gefordert, Richtlinien für den Umgang mit diesem Wissen festzulegen. Man bezeichnet alle Maßnahmen zur Verbesserung der genetischen Qualität des Menschen als Eugenik. Der Begriff Eugenik kommt aus
dem Griechischen und bedeutet Erbhygiene, Erbgesundheitslehre.
Ziel ist es, die Ausbreitung von Genen mit ungünstigen Wirkungen in menschlichen
Populationen möglichst einschränken, andererseits erwünschte Genkonstellationen
erhalten oder vermehren. Die historischen Wurzeln der Eugenik als pseudowissenschaftliche
Lehre von der Erbgesundheit und Erbhygiene, reichen ins 19. Jahrhundert
zurück. Francis Galton, ein Cousin von Charles Darwin, baute seine
Theorie für eine bessere Menschheit auf der Idee der Züchtung auf: Die
Fortpflanzung «Erbgesunder» sollte gefördert (sogenannte positive Eugenik),
jene der «Erbkranken» (sogenannte negative Eugenik) vermieden werden.
Unser Grundgesetz gibt unter anderem Folgendes vor:
Diese Prinzipien des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland sind geboren aus der Idee der Gleichheit aller Menschen und ihrem Recht auf gesellschaftliche Anteilnahme. Ein weiteres Dogma ist der Eid des Hippokrates ( Arzt-Gelöbnis): "Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand gelobe ich feierlich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen. Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben. Die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit meiner Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein. Ich werde alle mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod des Patienten hinaus wahren. Ich werde mit allen meinen Kräften die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes aufrechterhalten und bei der Ausübung meiner ärztlichen Pflichten keinen Unterschied machen weder nach Religion, Nationalität, Rasse noch nach Parteizugehörigkeit oder sozialer Stellung. Ich werde jedem Menschenleben von der Empfängnis an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden. Ich werde meinen Lehrern und Kollegen die schuldige Achtung erweisen. Dies alles verspreche ich feierlich auf meine Ehre." Nicht zuletzt sind für eine große Anzahl Menschen eugenische Maßnahmen im Widerspruch zu ihrem Glauben. Insofern haben die nationalen und internationalen Parlamente im
Zeitalter der Gentechnik und der Möglichkeit, Erbkrankheiten medikamentös
zu therapieren die Aufgabe, Widersprüche zu beseitigen, Aufklärung
zu leisten und sachlich und moralisch vertretbare Gesundheitspolitik zu
betreiben. Inzwischen werden viele Vorsorgemaßnahmen, um die Gesundheit lebender oder künftiger Individuen zu verbessern getroffen. Beispiele sind:
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