|
|
||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||
|
Bevor sich eine Zelle teilt, muß sie ihre gesamte DNA verdoppeln (= replizieren). In Eukaryonten geschieht das in der S-Phase des Zellzyklus. Der Replikation genannte Vorgang vollzieht sich gleichzeitig an mehreren Stellen des Riesenmoleküls DNA. Dabei entstehen durch das Aufschrauben sogenannte Replikationsblasen. Dort arbeiten 2 enzymatische Replikationskomplexe in entgegengesetzter Richtung. Neben dem Enzym Helicase, das die Doppelhelix entschraubt, enthält der Replikationskomplex Gyrase, verschiedene Proteine, Primase und verschiedene DNA-Polymerasen. Die Replikation verläuft in beiden Richtungen bis sich die Blasen treffen.
Der sehr komplizierte und energieverbrauchende Vorgang läuft vereinfacht in 3 Schritten ab:
Geschwindigkeit der Synthese Bei Prokaryonten ca. 1000 Nukleotide/Sekunde; d.h. bei E.Coli mit 4,7 x 106 Basenpaaren dauert die Replikation 40 Minuten. Eukaryonten:
Semikonservative Replikation
Dieses Ergebnis konnte nur durch semikonservative Replikation der Bakterien-DNA erklärt werden. Das Experiment ist auf der nachfolgenden Tafel zusammengestellt: Ein Shockwave-Animation der Replikation ist hier zu sehen:
|
| 1.3 | Transkription, Translation |
|
1.3.1 |
|
Neben der Nukleinsäure DNA als Träger der Erbinformation ist noch RNA (= Ribonukleinsäure) an den molekularen Prozessen um die Erbinformation beteiligt. Sie kommt in der Zelle in 3 Formen vor:
Alle drei RNA-Sorten sind an der Realisierung der genetischen Information beteiligt, also an der Umsetzung der Gene in Stoffwechsel. Den Gedanke, daß die Erbinformation etwas mit dem Stoffwechsel zu tun hat, äußerte Archibald Garrod 1902 zum ersten mal. George Beadle und Edward Tatum bewiesen um 1940 diesen Zusammenhang und stellten die "Ein-GEN ein ENZYM-Hypothese" auf. Sie benutzten Röntgenstrahlen, um beim Pilz Neurospora Mutationen hervorzurufen. Diese betrafen einzelne Gene und einzelne Enzyme in einem speziellen Stoffwechselweg. Für ihre Forschungsergebnisse erhielten sie 1958 den Nobelpreis. Genaueres über das Experiment und die Nobelpreisträger ist in den Quellen zu erfahren. Heute hat man diese Hypothese in "Ein-Gen-ein-Polypetid" umbenannt, denn viele Proteine wie z.B. Hämoglobin bestehen aus mehreren Polypeptidketten. Das heißt:
Die DNA im Zellkern arbeitet also mit den Ribosomen im Zytoplasma zusammen, denn dort werden die Proteine hergestellt. Wie kommt nun die Information der DNA aus der Zelle und wird in Proteine umgesetzt? Den grundsätzlichen Zusammenhang stellt die nächste Abbildung her. Schon F. Crick hat 1953 den Informationsfluß aus der DNA über RNA zu den Ribosomen als zentrales Dogma der Molekularbiologie aufgestellt. Ribonukleinsäure (RNA), die sowohl im Zellkern wie auch im Cytoplasma vorkommt, übernimmt die Überträgerrolle der genetischen Information zu den Proteinen. Man unterscheidet 2 Vorgänge:
Die Ribosomen, die zu 2/3 aus RNA, genauer rRNA bestehen sind der Ort der Proteinbiosynthese. Um Eiweiße herstellen zu können, braucht die Zelle Aminosäuren. Sie erhält sie aus der Nahrung. t-RNA-Moleküle übernehmen den Transport im Zytoplasma zu den Ribosomen. |
|
Weiterführende Quellen:
|