|
|
||||||||||||||||||||||||||||||
|
3. Evolution
|
||||||||||||||||||||||||||||||
|
Die PALÄONTOLOGIE ist die Lehre von den Lebewesen der Vorzeit.
Sie wurde im Wesentlichen von Georges Cuvier (um 1800) begründet.
Grundsätzliche Gesteinstypen sind:
Die überwiegende Mehrheit der Fossilien findet man in Sedimentgestein. Die Natur des Sediments läßt Rückschlüsse auf die Umgebung zu, aus der es entstanden ist. Plattentektonik Für das Verständnis der globalen Gesteinsbildung ist ebenfalls noch die Kenntnis der Plattentektonik wichtig, die Theorie, daß die Erdkruste aus großen, beweglichen Platten besteht. Sie bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von 1-12 cm/Jahr. In diesem Zusammenhang soll nochmals auf einige andere Fakten, die Erde betreffend hingewiesen werden. (siehe dazu auch Biokurs Klasse 11 Ökologie) Die Theorie der Plattentektonik umfaßt zwei Komponenten:
Mehr zu diesem Thema siehe auch hier: http://www.pmel.noaa.gov/vents/ Erdkruste und Atmosphäre bilden zusammen ein Gleichgewichtssystem. Zur Erinnerung nochmals die Zusammensetzung der heutigen Atmosphäre, aufgelistet nach den häufigsten Bestandteilen:
CO2 wird im Kohlenstoff-Kreislauf umgewandelt. (siehe Ökologie). Unter anderem trägt es während der Plattentektonik zur Bildung von ozeanischem Sedimentgestein bei. Wasser reagiert mit CO2 um Kohlensäure zu bilden. Die Kohlensäure reagiert mit Calcium und Magnesium - Silicatgestein zu Calciumcarbonat CaCO3 ( Kalkstein) oder Magnesiumcarbonat = MgCO3 ( Dolomit) und Siliziumoxid SiO2 (Quartz).
Diese werden hauptsächlich in den Ozeanen als Sediment begraben. Dies bedeutet einen Verlust der atmosphärischen Konzentration. Ursprünglich entsteht CO2 durch Lava und Gase, die aus den Spalten und übereinanderliegenden Erdplatten ausströmen. Dort entsteht CO2 wieder aus den Materialien zurück, die an der Oberfläche dadurch entstanden sind.
Das Calciumsilicat (CaSiO3) strömt als Lava aus und bildet einen Teil der Erdkruste, das CO2 entweicht bei Vulkanexplosionen bzw. gast in Subduktionszonen aus. Dieser Zyklus dauert Jahrmillionen. Dieser geologischer Kohlenstoffkreislauf ist unten abgebildet, zusammen mit der Plattentektonik.
Das atmosphärische CO2 ist also die Differenz aus der Ausgasung des Eruptions- und Umwandlungsgesteins und dem Verbrauch durch Photosynthese und Wetter. Ohne Photosynthese würde der ganze Sauerstoff sich mit den reaktiven Mineralien und organischen Stoffen verbinden. Dadurch würde sich CO2 in der Atmosphäre anreichern, was zu einem Super-Treibhauseffekt wie auf der Venus führen würde. Die Organismen tragen also ist also direkt zur Stabilität unserer Atmosphäre bei. Das Fehlen von Sauerstoff in der frühen Atmosphäre bedeutete, daß es keinen Ozonschicht gab. [Man braucht mindestens 0.2% atmosphärischen Sauerstoff um eine Ozonschicht zu bilden]. Die ultraviolette (UV) Strahlung war deshalb recht hoch. Die frühen Ozeane, die ca. 90% der Erde bedeckten waren vermutlich sehr warm, ca. 80-100 °C, mit hohen Konzentrationen an Schwefel und CO2 und einem niedrigen pH von 6.0. Die Luft und die Meerestemperaturen kühlten sich auf ca. 30-50 °C vor 3.2 Milliarden Jahren ab und die atmosphärische CO2-Konzentration nahm ständig ab, als sich mehr Landmassen bildeten. Kontinentalverschiebung
Eine Animation dieses Vorgangs seit der Bildung von Pangaea ist oben zu sehen.
Wenn wir die oberste Schicht untersuchen und dann immer weiter zu älteren Schichten gehen, kommen wir irgendwann zu einer Schicht, die keine menschlichen Fossilien mehr beinhaltet. Gehen wir weiter in der Zeit zurück kommen wir zu Schichten, wo wir keine Fossilien von Blütenpflanzen, keine Vögel, keine Säugetiere, keine Reptilien, keine Amphibien, keine Landpflanzen, keine Fische, keine Muscheln und keine Tiere mehr finden. Die oben genannten 3 Fakten werden zum Gesetz der Fossilisation zusammengefaßt:
|
|
Man nennt die in bestimmtem Gestein typischen Fossilien Leitfossilien. Beispiel der Zuordnung eines Fossilfundes:
Stellen Sie sich vor, wir finden hier (siehe oben links) ein Skelett eines Tieres. Wie können Sie die Zugehörigkeit zu einer Spezies und das relative Alter des Skeletts bestimmen? Man kann nun entweder irgendwelche Geschichten erfinden oder einen Paläontologen fragen, der mit all seinem wissenschaftlichen Verstand aufgrund 500 Jahren Wissenschaftsgeschichte und 250 Jahren geologischer Forschung nachweist, daß es sich um einen Dinosaurier, vermutlich Anchisaurus handelt, der überall in der Welt nur in Gestein des späten Trias und frühen Juras (Mesozoikum) also vor ca. 200 000 000 Jahren existierte. Wie kommt man zu dieser Aussage? Knowhow aus der Geologie und Paläontologie hilft uns, besonders: die STRATIGRAPHIE, die BIOSTRATIGRAPHIE und die GEOCHRONOLOGIE. Das Wissen geht zurück bis ins 17. Jahrhundert. Wir berücksichtigen die
Wie man sieht, steckt eine geballte Ladung Fachwissen hinter einer einfachen wissenschaftlichen Aussage.
Unterhalb der grauen Schicht befinden sich unterschiedliche fossile Pollen, wie sie an der Fundstelle des Sauriers zu sehen sind. Der Geologe schließt daraus, daß die Steine, die um die Saurierknochen lagen jünger sind, wie der Lavafluß im Trias/Jura-Übergang. Weitere Überprüfungen anderer Fossilien und alternative Altersbestimmungen folgen usw. Da wir Biologen keine Geologie studiert haben, können wir diese Schlußfolgerungen zunächst nicht exakt nachvollziehen. |
|
Weiterführende Quellen:
|