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Nach der Auslöschung der Saurier am Ende der Kreidezeit (vor 65 MJ) begann, wie zuvor schon erwähnt die Radiation der Säugetiere und Vögel, die nun die leeren ökologischen Nischen der Saurier besetzten. In diesem Zeitalter, dem Tertiär liegt auch der Ursprung der heutigen Menschen.
Biologische Klassifizierung und Besonderheiten des Menschen Die Wissenschaft, die sich mit dem Menschen beschäftigt heißt Anthropologie. Menschen sind dem Stamm der Vertebrata (=Wirbeltiere) und den Amniota entsprungen (siehe Carbon), zu denen neben den Amphibien, Reptilien und Vögeln auch die Klasse der Mammalia (= Säugetiere) gehören.
Sie spalteten sich im Tertiär in eine Vielzahl von Ordnungen auf, von denen wir schon einige wie die Perissodactyla, die Proboscidea und die Odontoceti kennengelernt haben. Zur Ordnung der Säugetiere gehören auch die Primaten (Herrentiere, heute ca. 190 Spezies). Die genau Zuordnung der Menschen zu den Primaten ist unten rechts zusammengestellt. Unten links ist die Entwicklung der Primaten den letzen 100 Millionen Jahren ersichtlich.
Der Mensch ist eng mit den rezenten Primaten Schimpansen, Gorillas
und Orang-Utans verwandt. Darauf deuten Ergebnisse der Primatenforschung
und DNS-Analyse mit dem Vergleich von Menschenaffen und Mensch hin. (Unterschied:
1,6%, Gorilla: 2,3%, Orang-Utan: 3,6%). (Sibley und Ahlquist, The Journal
of Molecular Evolution, 30:202-236, 1990; derzeit allerdings noch in der
Kritik!) Der nachfolgende Stammbaum ist deshalb von dem nach körperlichem
Merkmalen etwas unterschiedlich.
Schon immer hat man den Menschen als ein besonderes Lebewesen angesehen. Dabei sind seine körperlichen Fähigkeiten im Vergleich zu anderen Tieren meist mittelmäßig oder denen unterlegen.
Diese Liste kann man nahezu endlos weiterführen.
Die Menschen und Menschenaffen unterscheiden sich von allen anderen Primaten durch das Fehlen eines Schwanzes. Weiterhin sind sie intelligenter und mehr davon abhängig, für Ihr Überleben Verhaltensmuster zu erlernen.
Primaten sind allgemein clever, lebendig und sehr erfolgreich in der Anpassung an die Umwelt. Körperlich sind sie eher unspezialisiert im Vergleich zu anderen Tieren. Sie können nicht besonders gut riechen, hören oder besonders schnell laufen und sie sind auch keine besonders erfolgreichen Jäger. Auch fliegen können sie nicht. Alle Primaten sind pentadactyl (5 Finger/Hand und Fuß). Jedoch ihre Hände und Finger sind speziell dafür ausgebildet, komplexe Objekte zu manipulieren (siehe unten). Dazu besitzen sie auch sehr empfindliche Fingerkuppen und flache Nägel.
Die Primatenevolution ist ebenfalls durch eine Reduktion der Schnauze und der Geruchsbereiche des Gehirns gekennzeichnet. Dagegen sind ihre visuellen Fähigkeiten besonders ausgebildet in Richtung Farbensehen und 3D-Wahrnehmung.
Oben die Gehirne von Gorilla gorilla, Tursiops truncatus (Delphin), Canis familiaris (Beagle-Hund), Felis catus (Katze) Die Gehiren der Menschenaffen haben deutlich mehr Volumen und eine größere Oberfläche als die von z. B. Hund und Katze. Bemerkenswert ist das große Gehirnvolumen des Delphins. Die Gehirnbereiche für manuelle Bewegung, Auge-Hand- Koordination und und binokulares Sehen sind beim Primatengehirn besonders vergrößert. Primaten haben eine lange Trächtigkeit und
Kindesentwicklung und die Bemutterung ist extensiv. Deshalb
ist die Anzahl der Nachkommen gering. Mehrlingsgeburten sind selten. Auch
leben Primaten ungewöhnlich lange.
Als Folge konnte die Zunge vor-, zurück- auf- und abbewegt werden womit unterschiedliche Hohlräume geschaffen wurden. Ein Nachteil dieser Entwicklung ist, daß die Luft und Nahrungswege nun sich kreuzen, wodurch beim Schlucken Probleme erwachsen können. Da diese Entwicklung bei den Menschenaffen nicht stattgefunden hat, können sie nicht sprechen und nicht singen.
Unsere Sprachen sind komplexe symbolische Systeme, denen unser Gehirn eine spezifische Bedeutung zuweist. Auch die gegenseitige Pflege und Befriedigung psychologischer
Bedürfnisse sind Merkmale. Die nachtaktiven Primaten sind das
nicht.
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