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| Paläozoikum:
Devon
(410 Millionen Jahre - 360 Millionen Jahre) |
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Tektonik und Paläoklima
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Das Devon ist durch hohen Meeresspiegel und warmes Klima gekennzeichnet.
Gondwana erstreckt sich vom Südpol bis nahe dem Äquator.
Nordwestlich davon hat sich ein gößerer Kontinent: Euramerika
gebildet. Links die Landmasse im Devon (Anklicken
zum Vergrößern)
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Flora und Fauna
Neben den Wirbellosen Trilobiten und Brachiopoden
traten die ersten Tetrapoden auf.
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Das Devon ist das Zeitalter der Fische.
Sie erlebten eine adaptive Radiation. Zunächst traten Kieferlose
wie die Ostracodermi (kieferlose Fische mit einem Knochenpanzer)
und Knorpelfische (Haie, Rochen) auf, dann die Placodermi
wie Dunkleosteus (9 m lang),
siehe links (besaßen einen Kiefer
und Knochenplatten wie die Ostracodermi ). Im Süsswasser fand
man auch Lungenfische und Crossopterygier.
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Er gilt als Brückentier zwischen Fischen und
Amphibien.
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Links ist ein solcher Crossopterygier : Eusthenopteron
foordi, ein Quastenflosser aus dem späten Devon (365 MJ)
zu sehen, unten Osteolepsis.
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Coelacanthen
unterscheiden sich deutlich von anderen Fischen. Sie haben
auf ihrem Schwanz einen extra Lappen und paarige gelappte
Flossen, die aus Muskeln und Knochen bestehen und wie Arme
und Beine bewegt werden können. Ihre Wirbelsäule
ist nicht voll
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entwickelt. Sie sind die einzigen lebenden Organismen
mit einer Trennung von Gehirn zu Nase und Augen.
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Evolution vom Fisch
zum Amphibium
(klicken Sie auf das Bild rechts)
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Auf dem Land fand eine regelrechte "Invasion" statt.
Man hat Fossilien flügelloser Insekten, von Skorpionen
und im späten Devon Amphibien gefunden.
Links ein Ur-Salamander (Amphibamus lyelli)
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Ein weiteres Bindeglied zwischen Fischen und Amphibien ist
der oben erwähnte Ichthyostega,
ein Labyrinthodontier mit 4 Beinen, einem fischähnlichen Schädel
und fischartigen Schwanz. (siehe oben)
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Mit der Landbesiedlung entwickelten sich auch verschiedene Landpflanzen.
Im späten Devon traten dann Lycophyten, Sphenophyten,
Farne und Progymnosperme (= Vorläufer der Nacktsamer,
z. B. Nadelgewächse) und die ersten Bäume auf. Manche
waren mehr als 7 m hoch. Auch entstanden gegen Ende des Devons die
ersten Samenpflanzen (Glossopteridales ).
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Man nennt diese rasche Entwicklung derart vieler Pflanzenformen
die Devon-Explosion. (Parallel dazu entwickelten sich
auch die Arthropoden.)
Ganz links ist die Rekonstruktion eines sochen Baumfarns
( Archaeopteris) zu
sehen.
Die Abbildung daneben (ca. 10 cm breit) zeigt einen versteinerten
Zweig von Archaeopteris.
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Am Ende des Devons (vor 360 MJ) fand wieder ein größeres
Massensterben vieler Pflanzen und Tiere statt.
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Paläozoikum:
Karbon
(360 Millionen Jahre - 286 Millionen Jahre)
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Tektonik und Paläoklima
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Die Bezeichnung Karbon wurde in Anlehnung der reichen Kohlenvorkommen
in Europa, Asien und Nordamerika, die aus dieser Zeit stammen vergeben.
Im Karbon fand die Verschmelzung des südlichen Kontinents Gondwana
und der nördlichen Landmassen zum Superkontinent Pangäa
statt. Das Klima war mild, sumpfige Wälder waren verbreitetet.
Links die Landmasse im Karbon (Anklicken
zum Vergrößern)
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Flora und Fauna
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Eine der revolutionären "Erfindungen"
ist das schalenumhüllte
Ei (Amnion = Eihülle),
das zunächst bei den Reptilien, später, bei den
Vögeln (und Säugetieren) vorkommt. Dies erlaubte
den Vorfahren der Reptilien, Säugetieren und Vögeln
die Eier am Land auszubrüten.
oben ein Cladogramm der
Amniota
Links Szene aus dem Karbon
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Frühe Tetrapoden waren wie die frühen
Landpflanzen für ihre Fortpflanzung an das Wasser gebunden.
Wie alle Fische legten sie ihre Eier ins Wasser, aus denen dann
aquatische Larven entstanden. Das Larvenstadium verwandelte sich
in landlebende Erwachsene um. Rezente (= jetzt lebende) Amphibien
haben diese primitive Form der Reproduktion geerbt.
Ursprünglicherweise hatte das amniotische
Ei eine Schale aus Kalziumkarbonat (von der Mutter gebildet),
das wasserundurchdringlich ist, aber den Gasdurchtritt erlaubt.
Der Embryo liegt in einer amniotischen Flüssigkeit.
Leben im Meer
Nach dem Aussterben vieler Korallenriffe, Fische
und sonstigen schwimmenden Tiere entstanden neue Arten. Haie
und Strahlenflosser
breiteten sich auch im Süßwasser aus. Muscheln
verbreiteten sich rasch.
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Fische mit schweren Knochenplatten wurden
durch leicht bewegliche ersetzt, die vor ihren Feinden schneller
davonschwimmen konnten. Man findet weiterhin Brachiopoden
und Bryozooen
aber auch Crinoide
(Stamm der Echinodermata = Seelilien) und Blastoide,
die weit verbreitet waren.
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Große Foraminiferen
tauchten auf. Dies sind einzellige Protisten mit gekammerten
Schalen. die aus Calzit bestehen, demselben Material
wie die Schalen der Muscheln. Sie bildeten die Grundlage
der Sediment- und Kalkgesteine rund um die Welt.
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Pflanzliches Leben
Aus dem Karbon sind mehr pflanzliche Fossilien
als aus allen anderen Erdzeitaltern erhalten. Die Kohlenlager zeugen
weltweit von der Biomasse dieser Zeit.
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fossiler Abdruck des
Zweigs eines Samenfarns Neuropteris
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35 m hohe Schuppen- und Siegelbäume aus der
Gruppe der
Lycopsida ( =Bärlappgewächse) bestimmten die Flora
genauso wie Baumfarne u.a.
Sphenopside (wie Calamiten) waren Sporen-tragende Pflanzen
ähnlich den Schachtelhalmen.
Die ersten Nadelgewächse (Samenpflanzen) tauchten
auf. (Cordaiten, bis 30 m hoch)
Links ein versteinerter Baumstamm.
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Tierisches Leben
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Neben Skorpionen, Spinnen und Tausendfüßlern
gab es Libellen (siehe unten links)
und die ersten Reptilien.
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Links ist das Skelett von Seymouria, einem Anthracosaurier
abgebildet.
Anthracosaurier sind
die Brückentiere zwischen
Amphibien und
Reptilien.
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Das erste eierlegende Reptilienfossil ist der eidechsenartige
Hylonomus (siehe
oben), leicht gebaut, mit starkem Kiefer.
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Die fischartigen Körper verschwanden, stattdessen besaßen
die Reptilien des Karbon lange Schnauzen mit abgeflachten Schädeln
wie z.B. Diplovertebron (siehe
oben), ein Anthracosaurier, der räuberisch in Flüssen
und Seen lebte.
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Nach den Anthracosauriern tauchten die Diapsiden
und Archosaurier auf. Gleichzeitig erschienen Synapside
und Anapside.
Links ein Cladogramm der Reptilen mit den Schädelfenstern
als Kriterium.
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