|
Flora und Fauna
Die ältesten Fossilien der meisten Ordnungen der modernen
Säugetiere stammen aus dem frühen Eozän. Diese Tiere
waren alle klein und wogen unter 10 Kg. Beide Gruppen der modernen
Huftiere, die Paarzeher (=Artiodactyla:
Schweine, Nilpferde, Hirsche, Kamele, Giraffen,
Rinder) und Unpaarzeher (=Perissodactyla:
Nashörner, Pferde) wurden zu den
beherrschenden Säugetieren dieser Ära. Man findet sie
in Nordamerika wie Europa. Nun fand eine Evolution von den Blatt-
zu den Grasfressern statt.
Viele moderne Ordnungen der Säugetiere hatten sich allerdings
nach neuesten Vergleichen von 658 Genen aus 207 Wirbeltieren (http://unisci.com/stories/0430982.htm;
Nature 1998) schon vor 100 MJ in der Kreide nach der Auftrennung
der Kontinente gebildet.
Paläozän:
(65- 53 MJ)
Die ersten großen Säugetiere und primitive Primaten entwickelten
sich.

Szene aus dem Eozän (50 MJ) mit subtropischem Wald,
Kakteen und Palmen, Vorfahren der Nagetiere und Pferde
Eozän:
(54 - 39 MJ)
Im warmen, feuchten Klima mit vielen
subtropischen Wäldern waren in Nordamerika und Europa dieselben
Tierarten verbreitet wie im Paläozän.
Wie oben schon erwähnt traten Paarzeher
= Artiodactyla: Schweine, Nilpferde,
Hirsche, Kamele, Giraffen, Rinder) und Unpaarzeher
(=Perissodactyla: Nashörner,
Pferde) auf, ältere Formen starben
aus.
Rechts eine mumifizierte Fledermaus aus
der Ölschiefergrube in Messel (Darmstadt)
|
 |
Mesonychid
Ambulocetus
|
Die ersten
Nagetiere und primitive Wale und
Delphine erschienen.
Links oben ist der Urvater der Wale,
Mesonychid zu sehen,
der vor ca. 56 MJ lebte und wie eine 60 cm große Hyäne
aussah.
Darunter ist der 3 m lange Ambulocetus
abgebildet, der sich 5 MJ später daraus entwickelte.
Klicken Sie auf den Button oben, um mehr über die Evolution
der Wale zu erfahren.
|
Oligozän:
(38 - 24 MJ)
Im Oligozän herrschte mildes Klima und viele Regionen
hatten subtropische Bedingungen. Graslandschaften breiteten sich
aus und Wälder verschwanden. In Deutschland dominierten warme
sumpfige Gegenden.
Viele neue Tiere erschienen: Schweine, Katzen,
Flußpferde, Tapire und Fledermäuse.
Als Wirbellose findet man Foraminiferen, und
Amöben, Insekten, Spinnen, Ameisen und
Bienen.
Das größte Landsäugetier aller Zeiten das Baluchitherium
(7 m lang, 5,4 m Schulterhöhe mit ca. 15 to, ein hornloser
verwandter der Rhinozerosse der Ordnung Perissodactyla)
durchstreift die asiatischen Weiten und die ersten Mastodone
sind aus Ägypten bekannt. In Nordamerika treten primitive 3-zehige
Pferde, der Mesohippus und Miohippus auf.
|
Das Skelett eines Mesohippus, (32 MJ) gefunden in Colorado
Vorfahre der modernen Pferde.
|

Oben ist die Rekonstruktion eines Baluchitheriums.
(gehen Sie mit der Maus
auf das Bild, um das Skelett aus dem Museum zu sehen)
|
Die frühesten Affenformen wie der Parapithecus
erscheinen.

Szene aus dem Miozän
(10 MJ) mit Savanne, Vorfahren der Elefanten, Pferde und Wölfe
Miozän:
(23 -6 MJ)
Die im Miozän verbreiteten Säugetiere ware sehr modern
und ca. die Hälfte der heutigen Familien existierten schon.
Man findet Kamele, Hirsche, Bären, Füchse,
Biber und Vorfahren der Pferde.
 |
Auch moderne
Vögel und Affen wurden
in Europa und Südamerika gefunden, daneben Verwandte
der Affen und Hominiden: Sivapithecus
in China und sein naher Verwandter
Ramapithecus
in
Afrika.
Links ein Schädel
von Sivapithecus, der vor ca. 8 MJ in China lebte und
einem Oran Utan ähnlich sieht. |

Oben das Skelett von Merychippus, einem Vorfahren der
modernen Pferde (17-11MJ)
|
| Die Pferdeentwicklung
verlief mit dem Parahippus, Miohippus
im Miozän hauptsächlich in Nordamerika.
Klicken Sie auf den Button
rechts, um mehr über die Pferdeevolution zu sehen! |
 |
|
Die ersten Hunde
und Bären tauchten auf.
Der Bärenhund Hemicyon steht dem Ursprung der
Bären nahe. Auch traten die ersten Hyänen
und Säbelzahnkatzen auf,
primitive Antilopen, Hirsche
und frühe Giraffen streiften
in der Savanne umher. Dazu gesellten sich frühe Formen
der Elefanten in Eurasien.
Rechts
der Schädel von Hoplophoneous,
dem Urahn aller Säbelzahnkatzen vor 35 MJ
|

|
Pliozän:
(5 - 1,9 MJ)
Die Tiere im Pliozän waren allgemein größer als
in den vorangegangenen Perioden.
 |
Im frühen Pliozän gab es
zwischen Spanien und China eine relativ homogene Tierwelt.
Verschiedene Elefantenartige wie
Mastodone (=Mammut americanum) breiteten sich aus.(siehe
links, Warren Mastodon, gefunden 1845
nahe New York; American Museum of Natural
History)
In Nordamerika starben die Rhinozerosse aus, dagegen waren Kamele
und Pferde sehr verbreitet. Frösche,
Ratten, Mäuse, Schlangen und
Singvögel hatten eine enorme Ausbreitung, genauso
wie die Unpaarhufer (Rinder, Schafe
usw.). |
|
Moderne Formen der Wale traten in den Meeren auf.
Die ersten menschenähnlichen Spezies, die Australopithecines
entstanden im späten Pliozän.(siehe links Australopithecus
africanis ca. 3,5 MJ)
Die Landverbindung zwischen Nord-und Südamerika wurde
wiederhergestellt.
|
 |
|