| 4.2 Wissenschaftliche Fakten zur Atmosphäre, Strahlung, CO2, Wetter, Klima, Thermodynamik |
|
|||||||||
Die Oberflächentemperatur der Sonne variiert cyklisch durch das Auftreten magnetischer Stürme. Während des Ablaufs solcher Stürme ist die Temperatur dort um ca. 2000°C geringer, es treten Sonnenflecken auf, der Bereich ist dunkler.
Am Rand der Flecken werden ca. 6000°C gemessen. Dadurch variiert die abgestrahlte Energie der Sonne, was sich vornehmlich auf die irdischen Wetterzyklen auswirkt. Die Zykluszeit beträgt 11 Jahre (7). Die Sonnenflecken wurden 1613 von Galileo entdeckt, der Zyklus 189 von Heinrich Schwabe. (1 % output ~ 2.8 °C up). Oben ist die Variation seit dem 17. Jahrhundert zu sehen. Insgesamt bemerkt man eine Zunahme der solaren Aktivität in den letzten 3 Jahrhunderten. Es gibt noch mehrere Zyklen die alle mit Wetterereignissen auf der Erde korrelieren. Mehr dazu in (12). Aufgrund der hohen
Temperatur der Sonnenkorona können die in ihr enthaltenen Teilchen
eine so hohe Geschwindigkeit erreichen, dass sie dem Gravitationsfeld
der Sonne entfliehen. Das Gas, das auf diese Weise aus der Sonne austritt,
wird als Sonnenwind bezeichnet.
Polarlichter
entstehen durch die Wechselwirkung zwischen dem Erdmagnetfeld
und geladenen Teilchen von der Sonne, dem Sonnenwind. Wissenschaftler
aus Dänemark konnten einen Zusammenhang zwischen der Sonnenaktivität
und der Wolkenbildung nachweisen. Wolken reflektieren die langwellige
Wärmestrahlung auf die Erde zurück. Dies trägt ebenfalls
zur Temperaturänderung auf der Erdoberfläche bei (8,12). Dieser Sonnenwind hat seit 1901 um den Faktor 2,3 zugenommen; parallel dazu beobachtet man ein leichte Erhöhung der Erdoberflächentemperatur. (1 % mehr Output ~ 2.8 °C Erwärmung; siehe Abbildungen unten (9)).
Weiterhin hat die Feldstärke des irdischen Magnetfeldes seit 150 Jahren um 10% abgenommen, wie die NASA aufgrund Messungen seit 1865 mitteilte. (14 und Abb. unten) Dadurch verstärkt sich die Wechselwirkung des Sonnenwindes mit der Atmosphäre was eine Erhöhung wärmeproduzierender Reaktionen in der Atmosphäre und Zerstörung der Ozonschicht zur Folge hat. Genau dies konnte man im 20. Jahrhundert -wie bekannt - messen. Laut NASA zerstören Sonneneruptionen wie z.B. die 2000 (15) ca. 9% des Ozon in 15-50 Km Höhe und bis zu 70% in 50 -90 km Höhe.
Wie man an der Abbildung oben links sehen kann steigt die Wärmestrahlung der Sonne seit ca. 300 Jahren an und stagniert seit 1990.
Dr.
Theodor Landscheidt, der sich intensiv mit solaren Zyklen beschäftigt
prognostiziert aufgrund des 83 jährigen Gleissbergzyklus, dessen
Minima immer mit einer kleinen Eiszeit korrelieren ein solche Eiszeit
bis zum Jahr 2030 (13). Beim Gleissberg Zyklus ändern sich die
Rotationskräfte, die die Sonnenbewegung um das Massenzentrum des
Sonnensystems steuert in einem 83-jährigen Zyklus. Maxima bedeuten
relativ hohe Temperaturen, Minima kleine Eiszeiten.
Ein Vergleich mit den tatsächlich stattgefundenen Ereignissen ist augenfällig. 1120 fand ein außergewöhnliches Maximum statt (Maximum der Mittelalterlichem Warmzeit), ca. 1670 ein Minimum (Kleine Eiszeit). Auch die 1947, 1976, 1983 aufgetretenen Temperaurmaxima decken sich mit diesen Zyklen bzw. der solaren Aktivität. |
Neben der Elektromagnetischen Strahlung und dem Sonnenwind der Sonne unterliegt die Erde einem ständigen Beschuß von kosmischer Strahlung. Seit ihrer Entdeckung durch Victor Hess 1912 hat man bis heute die Natur und die Quellen der kosmischen Strahlung untersucht. Sie stammen hauptsächlich von entfernten Bereichen unserer Milchstraße (ca. 100 000/sec (9)).
Die
Milchstraße ist ein Spiralnebel mit 4 Armen, in dessen Orion-Arm
unsere Sonne liegt. Die Sonne rotiert mit ca. 220 Km/sec in ca. 240 Millionen
Jahren einmal um das galaktische Zentrum. Die unterschiedliche Rotation
der Spiralarme sorgt dafür, daß unser Sonnensystem zyklisch
in die Nähe solcher Arme gerät, zuletzt vor ca. 70 Millionen
Jahre wurde der Sagittarius-Carina-Arm passiert. Durch die hohe Anzahl
Sonnen und Supernovas in solchen Armen erhöht sich dann kosmische
Strahlung, nach der Passage sinkt sie wieder.
Die
primären kosmischen Strahlen , die auf unsere Atmosphäre treffen
bestehen aus sehr schnellen geladenen Partikeln ( - 1020 eV)
von Protonen (90%) bis Eisenatomkerne (9). Die Strahlung ist in ca. 15
km Höhe am stärksten. Diese Teilchen kollidieren mit Kernen
atmosphärischer Gase (N2, O2) und erzeugen so einen Hagel sekundärere
Partikel, die man auf der Erde messen kann. Die Anzahl dieser sekundären
Partikel ist von verschiedenen Faktoren wie Breitengrad, Tag/Nacht-Zyklus,
Wetter, Druck oder solarer Aktivität (8)abhängig. 14C wird in der Atmosphäre durch die Wechselwirkung von Neutronen aus 14N gebildet: 14N + n -->14C + p. (p= Proton) Die Neutronen sind Sekundärprodukte aus der Wechselwirkung kosmischer Strahlung mit 14N und 16O in der Atmosphäre. Das neu entstandene 14C oxidiert schnell zu 14 CO und dann nach einigen Monaten durch OH-Radikale weiter zu 14CO2. 14C + O2 --->14CO + O space space14CO + OH· --->14CO2 + H· Das radioaktive 14CO2 (HZ =5730 Jahre) verbleibt bis zu 10 Jahre (14C/12C =10-12) in der Atmosphäre und gelangt dann durch Photosynthese in den Biokreislauf. Durch erhöhte solare Aktivität (Sonnenfleckenzyklen) wird die Erde besser vor kosmischer Strahlung abgeschirmt, weshalb die 14C-Menge abnimmt. Auf diese Weise spiegelt die 14C-Schwankung in z.B. Jahrensringen die solare und kosmische Variabilität wieder.
Der Einfall kosmischer Strahlung auf der Erde hängt außerdem davon ab, wo in der Galaxie sich unser Sonnensystem gerade befindet. Die Strahlung ist dort am stärksten, wo sich neue Sterne bilden, was in den spiralförmigen Armen der Milchstraße der Fall ist. Wenn wir etwa alle ca. 150 Mio. Jahre einen solchen Arm passieren, steigt die Strahlungsintensität an und es kommt zu einer Kälteperiode. Die Klimavariationen durch diese Passagen sind ca. zehnmal so stark wie die durch die Sonne verursachten (11). |