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1.3.1 Einführung Nun wollen wir uns eine der wichtigsten Proteingruppen genauer anschauen, die Enzyme. Sie können sich noch an unserer Vergleich zu Beginn erinnern:
Jede ausgewachsene Zelle kann als eine Art Spezialfabrik angesehen werden, die spezielle Produkte herstellt. Die werden in den verschiedenen Abteilungen an speziellen Maschinen (Zellorganellen) hergestellt. Zwar hat jede Zelle eine gewisse Menge gleicher Stoffwechselprodukte, jedoch unterscheidet sich z. B. eine Leberzelle mit ihrem Stoffwechsel von einer Gehirnzelle aufgrund ihrer unterschiedlichen Funktion. Deshalb findet man auch in den Zellen teilweise gleiche Enzyme, teilweise sehr spezifische. Bisher haben wir meist nur über Stukturen gesprochen: wie sieht dies aus, wie ist das aufgebaut. Nun wollen wir auch über Vorgänge sprechen, nämlich wie werden durch die Enzyme Stoffwechselvorgänge ermöglicht? Machen wir ein paar kleine Versuche, um der Wirkungsweise von Enzymen auf die Spur zu kommen.
Wir kennen Stoffe, die durch Hitzeeinwirkung zerstört werden: Proteine! Und Proteine, die katalytisch wirken nennt man Enzyme. Den Stoff, den Enzyme umsetzen nennt man Substrat. In Zellen befinden sich also Proteine, die Reaktionen katalysieren können. Reaktionen in Zellen sind biochemische Reaktionen und deshalb bezeichnet man Enzyme als Biokatalysatoren. Die biochemischen Reaktionen finden bei ca. 37°C in einer wässrigen Lösung (z. B. Cytoplasma ) statt, ganz im Gegensatz zu Reaktionen in der organischen Chemie. Um zum Beispiel Fette in Seifen umzuwandlen, muß man sie mit konzentrierter Natronlauge stundenlang kochen. Enzyme namens Lipasen machen das gleiche bei Körpertemperatur. Ohne Enzyme würde unsere zelluläre Biochemie nicht ablaufen, d.h. Leben gäbe es nicht! Das Enzym das z. B. in Leber und Kartoffel die Zersetzung von H2O2 beschleunigt heißt Katalase. Die Katalase ist in Zellen in den Peroxysomen enthalten, hat als Substrat H2O2 und besitzt folgende räumliche Struktur: Katalase besteht aus einer Polypeptidkette und besitzt Häm (siehe unten) (Fe-haltiger roter Farbstoff) als prosthetische Gruppe, ist also ein Proteid. Solche organischen Kofaktoren nennt man Koenzyme. Dies ist typisch für die meisten Enzyme. Im Übrigen gibt es eine Erbkrankheit, Katalase betreffend: das Zellweger Syndrom, bei dem durch Fehlen der Peroxisomen die Katalase im Cytoplasma auftritt. Die Krankheit führt wenige Wochen nach der Geburt wegen schwerster Defekte an verschiedenen Organen zum Tod. Stellt sich natürlich die Frage, wie die Enzyme eine Reaktion beschleunigen können, ohne an ihr als Produkt oder Edukt teilzuhaben? Diese Frage wollen wir im nächsten Kapitel angehen. |
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Biomoleküle |
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Biochemie |
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Molekülanimationen |
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Moleküle |
http://c4.cabrillo.cc.ca.us/ und http://www.clunet.edu/BioDev/omm/exhibits.htm#displays |
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Index Biomoleküle: |
http://www.umass.edu/microbio/rasmol/tutbymol.htm |
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Molekul-Daten für Chime: |
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Daten für Molekulargenetik |
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CHIME-Support: http://www.mdl.com/chime/index.html
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Weiterführende
Quellen: |